Bei der DB Cargo steht ein umstrittener Umbau an.

Güterzug
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Die geplante Umstrukturierung bei DB Cargo, Logistiktochter der Deutschen Bahn, nimmt Gestalt an. In dieser Woche informierte der Konzern den Aufsichtsrat über die detaillierten Pläne, wie die Cargo-Chefin Sigrid Nikutta laut einem Bericht bei n-tv mitteilte. Geplant ist der Abbau von etwa 2.000 Stellen, hauptsächlich durch den Ruhestand von Mitarbeitern. 

Zudem soll der sogenannte Kombinierte Verkehr, wie der Containertransport von Seehäfen oder Terminals, an Tochterunternehmen ausgelagert werden, bei welchen andere Arbeitsbedingungen herrschen. Weitere Veränderungen betreffen die Aufteilung der bisher zusammengeführten Transportsegmente wie Stahl, Autos und Chemieprodukte in eigene Geschäftsfelder.

Auch in der Führungsriege von DB Cargo wird sich in den kommenden Wochen einiges tun. So soll der Vorstand neu strukturiert werden, außerdem entstehen zwei neue Ressorts: eines für den Kombinierten Verkehr und eines für die neuen Geschäftsfelder. Der Aufsichtsrat soll am 20. Juni über die Umstellung entscheiden.

Betriebsrat übt heftige Kritik

Seit Monaten versuchen die Betriebsräte und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die geplante Neuausrichtung zu verhindern. Sie werfen Nikutta vor, ihre eigenen Vorschläge nicht zu berücksichtigen und befürchten vor allem den Verlust wichtiger Arbeitsplätze. DB Cargo hat auf diese Kritik bereits reagiert und betont, dass der Stellenabbau hauptsächlich die Verwaltung betreffe und ohne Entlassungen erfolgen soll.

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Geschrieben von Corinna Flemming

Kommentare

#1 Sieber 2024-06-11 17:03
Dann kommt die Bundesregierung und die Bahn ihrem Plan auf E- bzw. Wasserstoff LKW um zu stellen wieder ein Stück näher.
Das nenn ich Klimaschutz



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