Gegen den geplanten Stellenabbau bei der DPD haben Mitarbeiter jetzt protestiert.

DPD Fahrer mit Lieferwagen
ifeelstock / Depositphotos.com

Ende 2023 hat der Paketdienst DPD angekündigt, bundesweit 1.400 Stellen streichen zu wollen. Grob gerechnet ist davon jede siebte Stelle des Konzerns betroffen. Auch am Standort Nürnberg sollen rund 100 Jobs wegfallen. Dagegen haben sich die Mitarbeiter nun zur Wehr gesetzt und sind am Donnerstag in einen ganztägigen Streik getreten. Aufgerufen dazu hat die Gewerkschaft Verdi. „Der Grund hierfür ist die kategorische Weigerung des Arbeitgebers, mit ver.di Tarifverhandlungen zu einem Sozialtarifvertrag für die Beschäftigten zu führen, die von dem massiven Stellenabbau am Standort Nürnberg betroffenen sind“, erklärte Jessica Hampel von ver.di Mittelfranken bei den Regensburger Nachrichten.

Weitere Arbeitsniederlegungen könnten folgen

Die Mitarbeiter wurden bis zur Pressemitteilung am 07.12.2023 im Unklaren über die Auswirkungen der Sparmaßnahmen gelassen. Verdi wirft DPD grobe Managementfehler vor, die nun auf Kosten der Beschäftigten behoben werden sollen. Trotz eines stark wachsenden Paketmarkts wird Personal abgebaut, was auf eine Strategie des Outsourcings zur Kostenoptimierung zurückgeführt wird.

Die Gewerkschaft fordert den Arbeitgeber deswegen nun auf, seine Blockadehaltung zu überdenken und sich zu konstruktiven Tarifverhandlungen bereitzuerklären. Andernfalls drohen nach dem gestrigen Warnstreik weitere Arbeitsniederlegungen, so Jessica Hampel. Die Sparmaßnahmen und der Personalabbau werden als Mangel an sozialer Verantwortung des Arbeitgebers gegenüber den Beschäftigten kritisiert, obwohl genug Arbeit vorhanden wäre.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

/
Geschrieben von Corinna Flemming




Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren