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UPS will in den nächsten Jahren eine Milliarde US-Dollar in den europäischen Markt investieren. Vor allem Deutschland ist für den Logistiker sehr interessant. Mit dem Kapital will UPS seine Logistik-Kapazität ausbauen und neue Angebote schaffen.

UPS Truck
© Magnus Manske - Wikimedia Commons

Eine Milliarde US-Dollar möchte UPS in den nächsten drei bis fünf Jahren in den europäischen Markt investieren. Vor allem der deutsche Markt sei für den US-Logistiker von großem Interesse: Kurt Kuehn, Finanzchef von UPS, hat laut The Economic Times unter Berufung auf die FAZ angekündigt, dass ein Großteil des Geldes nach Deutschland gehen soll. Damit reagiert UPS auch auf seinen Konkurrenten Hermes, der gerade erst sein Zustellnetzwerk ausgebaut hat und 300 Millionen Euro in den nächsten Jahren investieren möchte. Die neue Strategie von UPS, die im November vorgestellt wird, umfasse neben der Eröffnung weiterer Logistikzentren auch Übernahmen. Vor allem der medizinische Sektor sei hier interessant – der Transport von Medizin stellt aufgrund der hohen Temperaturempfindlichkeit eine logistische Herausforderung dar.

UPS will an Paketkasten-Alternative arbeiten

UPS wird in Zukunft auch einen neuen Service anbieten. Das Handelsblatt berichtet, dass sich Privatkunden künftig im Internet registrieren könnten und dann nicht nur die Sendung wie gewohnt verfolgen, sondern auch den Zustellort und die -zeit selbst bestimmen können. Damit, vermutet das Handelsblatt, könnte UPS eine Alternative zum Paketkasten der Deutschen Post DHL bieten wollen. Kritik gegen den exklusiven Paketkasten der DHL hagelte es auch von Kuehn. „Die Paketboxen in Deutschland sind ein gutes Beispiel dafür, wie die Post ihre Monopolstellung und ihre dominante Marktposition ausnutzt“, sagte Kuehn im Interview.

Ähnlich wie die Open Postal Alliance verfolgt auch UPS das Ziel, eine anbieteroffene Paketbox zu entwickeln. Die Deutsche Post wurde stark von der Konkurrenz kritisiert, da der Paketkasten nur von den eigenen Paketboten genutzt werden kann. Das Bonner Unternehmen hält dagegen, dass der Paketkasten aus Sicherheits- und Datenschutzgründen nur von den eigenen Mitarbeitern genutzt werden kann.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers


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