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Der grenzübergreifende Versand wird für den Online-Handel immer bedeutender. Die Zahl der Händler die ins Ausland verkaufen nimmt stetig zu. Hermes reagiert auf diese Entwicklung und hat sein internationales Zustellnetzwerk weiter ausgebaut. Damit will der Logistiker über das größte Netzwerk in Europa verfügen.

Hermes Transporter
© Hermes Europe GmbH

In 28 europäischen Ländern ist Hermes inzwischen aktiv. Nach Angaben des Logistik-Anbieters handelt es sich dabei um „das größte Zustellnetzwerk für den Paketversand an Privatkunden (2C) in Europa“. Seit 2007 decke Hermes schon über 85 Prozent des europäischen Paketmarktes ab. Kernmärkte sind hier vor allem Deutschland, Österreich, UK, Frankreich und Italien: Hier ist Hermes mit eigenen Gesellschaften vertreten. Nun hat Hermes sein Netzwerk erweitert, und zwar durch „strategische Allianzen mit führenden nationalen Paketdiensten“, wie das Unternehmen betont.

„Paketdienste treiben E-Commerce an“

Mit „Hermes EuroParcel“ will der Logistik-Anbieter den internationalen Versand zudem weiter erleichtern. Das neue Angebot umfasst unter anderem passgenaue Retouren-Optionen oder auch eine alternative Lieferung an einen Hermes PaketShop in ganz Europa. Und von diesen hat Hermes in den europäischen Ländern inzwischen beachtlich viele: Insgesamt 36.000 PaketShops stehen den Empfängern zur Verfügung. Je nach Zielland sei es nun möglich, Rücksendungen direkt an der eigenen Haustür oder in einem der PaketShops zu übergeben.

Für Hermes soll aber jetzt noch nicht Schluss sein: Das Unternehmen kündigt an, dass bis 2015 noch sieben weitere Staaten folgen sollen. Dann will Hermes in 35 Ländern, darunter auch Russland, aktiv sein. Für Hermes ist klar, dass die Logistik-Unternehmen stark am Wachstum des Online-Handels beteiligt seien. „Die Paketdienste schaffen die Basis dafür, dass das Online-Geschäft weiter prosperiert“, kommentiert Frank Iden, CEO der Hermes Logistik Gruppe Deutschland (HLGD). „Das gilt auch für Hermes. Schließlich ist es unser Ziel, das Sendungsvolumen im Cross-Border-Versand deutlich zu erhöhen.“

Investitionssumme: 300 Millionen Euro

Bereits anfang Juni hatte Hermes angekündigt, sich auf die Expansion vorbereiten zu wollen. 300 Millionen Euro wolle das Unternehmen bis 2018 in die logistische Infrastruktur investierten. Die geplanten 35 Logistik-Center sollen dabei jährlich 400 Millionen Sendungen bewältigen können. Eine aktuelle, von Hermes beauftragte Umfrage hat unterdessen ergeben, dass drei von vier Händlern bereits Kunden im Ausland bedienen – wenn auch nur in begrenztem Umfang. Knapp zwei Fünftel der Befragten plane aber eine Fokussierung auf den grenzüberschreitenden Handel in Zukunft.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers


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