An diesem Mittwoch startet die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Deutschen Post und den Gewerkschaften. Sollte es zu keiner Annäherung kommen, drohen weitere Streiks.

Händeschütteln
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Die ersten Tarifgespräche bei der Deutschen Post gingen Anfang Januar ohne Ergebnis zu Ende, zu weit lagen die Vorstellungen beider Parteien auseinander. Am Mittwoch, 18. Januar, gehen die Verhandlungen nun in die zweite Runde. Wie die Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis ankündigte, werde man bei den Gesprächen „in die Tiefe“ gehen. 

Der Bonner Logistiker hat bereits signalisiert, dass man sich eine lange Vertragslaufzeit bis Mitte 2025 wünscht. Die Gewerkschaft hingegen will einen Tarifvertrag, der nur für die kommenden 12 Monate gültig ist. Es ist bei weitem nicht der einzige Punkt, in dem sich beide Partner noch uneinig sind.

Weitere Warnstreiks drohen

Dennoch hofft Verdi auf Annäherung an die Forderungen. Man erwarte, mit den jetzigen Gesprächsrunden „einen großen Schritt nach vorne“ zu gehen. Andernfalls müsste die Gewerkschaft entscheiden, „ob wir unserer Forderung in den Betrieben Nachdruck verleihen müssen“, wie es bei der Verkehrsrundschau heißt. Verdi fordert unter anderem 15 Prozent mehr Lohn für die Angestellten, die Post hatte dies bereits vor den Verhandlungen als „unrealistisch“ bezeichnet.

Diese Aussage heißt nichts anderes, als dass auch in den kommenden Wochen mit Warnstreiks in den Niederlassungen der Deutschen Post DHL Group zu rechnen ist. Bisher fielen diese eher klein aus. Anfang der Woche hatte die Fachgewerkschaft DPVKOM in Karlsruhe zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, kurz vor den ersten Tarifgesprächen Anfang Januar wurde außerdem am Standort Magdeburg gestreikt.

/ Geschrieben von Corinna Flemming




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