Um das Weihnachtsgeschäft am Laufen zu halten, sollen bei der Deutschen Post nun Büromitarbeiter bei der Zustellung helfen.

Zusteller DHL
Hadrian / Shutterstock.com

Bei der Deutschen Post sind bereits vor dem eigentlichen Weihnachtsgeschäft und dem damit einhergehenden Hochbetrieb die Personalsorgen groß. Ausfälle bei den Zustellern aufgrund von Krankheit und dem ohnehin schon drastischen Mangel an Arbeitskräften sorgen jetzt dafür, dass sich der Bonner Logistiker mit einem Appell an seine Angestellten gewandt hat: Um das Weihnachtsgeschäft ordnungsgemäß über die Bühne zu bekommen, sollen nun auch Büroangestellte bei der Zustellung der Briefe und Pakete helfen.

Das berichtet jetzt der Spiegel mit Verweis auf die Rheinische Post.

Mit „Hochdruck” auf der Suche nach Mitarbeitern

Schon länger appelliert die Post zu „Beginn des Starkverkehrs“ an die Mitarbeiter in den Büros, auszuhelfen. Dabei sei der Einsatz als Zusteller zwar freiwillig, nach eigenen Angaben mache der Bonner Konzern allerdings stets die Erfahrung, dass es „unseren Verwaltungskräften ein Bedürfnis ist, ihre Kolleg:innen im Betrieb zu unterstützen“.

Bei der Deutsche Post hapert es derzeit massiv in der Zustellung, sodass für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft wohl alle Kräfte mobilisiert werden müssen. Wie Thomas Schneider, Betriebschef des Post- und Paketgeschäfts in Deutschland, erst kürzlich erklärte, fielen Mitarbeiter aufgrund des hohen Infektionsgeschehens „reihenweise“ aus, an einem Werktag kommt es „in rund 100 von unseren bundesweit über 50.000 Zustellbezirken dazu, dass die Briefzustellung ausfallen muss“. Um dem Personalnotstand entgegenzuwirken, sucht der Logistiker derzeit mit Hochdruck nach neuen Kräften, dies nach eigenen Angaben auch im Ausland.

Da die Lage auf dem Arbeitsmarkt aber ohnehin sehr angespannt ist, bleibt abzuwarten, ob in der diesjährigen Hochsaison auch alle Sendungen pünktlich bei den Empfängern ankommen werden.

/ Geschrieben von Corinna Flemming

Kommentare

#1 Ralf Breves 2022-11-01 11:17
Ich würde es nicht machen. Die Personalpolitik der Post ist seit Jahre so das man Leute einstellt, sie teuer ausbildet über Wochen und nach zwei Jahren wieder rauswirft damit man sie nicht fest einstellen muss. So hat man über die letzten zehn Jahre Mitarbeiter verschlissen. Mit mehr Geld kann man auch keinen mehr locken wenn die Bedingungen der Arbeit nicht stimmen.
Und wie gesagt würde ich als Büromitarbeiter nicht auf Zustellung gehen, Das sollen die Führungskräfte machen in der Niederlassung und besonders die aus dem Tower die für diese Personalpolitik verantwortlich sind



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