Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Phishing-Mails am liebsten im Namen von DHL verschickt werden.

DHL auf Smartphone
Diego Thomazini / Shutterstock.com

Um an sensible Daten von Verbrauchern zu kommen, lassen sich Betrüger ständig neue Maschen einfallen. Phishing-Mails gehören dabei zu den beliebtesten Optionen. Die Sicherheitsfirma Checkpoint hat jetzt ihren aktuellen Phishing-Bericht für das 3. Quartal 2022 veröffentlicht und konnte DHL als beliebteste Marke ausmachen. Die Analyse zeigt, welche Firmen von Kriminellen in den Monaten Juli, August und September am häufigsten nachgeahmt wurden, um persönliche Daten oder Zahlungsinformationen zu stehlen.

In 22 Prozent aller Fälle und damit Spitzenreiter war DHL die am häufigsten genutzte Marke für Phishing-Versuche. 

  1. DHL (22%)
  2. Microsoft (16%)
  3. LinkedIn (11%)
  4. Google (6%)
  5. Netflix (5%)
  6. WeTransfer (5%)
  7. Walmart (5%)
  8. WhatsApp (4%)
  9. HSBC (4%)
  10. Instagram (3%)

Zustellversuch fehlgeschlagen

In einer von Checkpoint beobachteten Phishing-Kampagne wurden Opfern angebliche DHL-Nachrichten geschrieben, in denen sie über ein nicht-zustellbares Paket informiert wurden. Die E-Mail enthält einen Link zu einer vermeintlichen DHL-Webseite, auf der die Empfänger persönliche Daten und Zahlungsinformationen hinterlegen sollen. 

Die Betrüger geben auf diesen Phishing-Seiten oft an, dass das Paket erst dann zugestellt wird, wenn alle Daten vorhanden sind. Als Absender im aktuellen Fall wurde demnach DHL Express in Kombination mit der E-Mail-Adresse info@lincssourcing[.]com angegeben.

Dass DHL für derartige Betrugsversuche genutzt wird, passiert hierzulande immer wieder. Häufig werden neben E-Mails auch SMS-Nachrichten an ahnungslose Opfer geschickt, um sensible Daten abzugreifen.

Microsoft und LinkedIn hinter DHL

Der aktuelle Phishing-Bericht von Checkpoint hat neben DHL noch andere Marken ausgemacht, die immer wieder gerne für Betrugsversuche imitiert werden. An zweiter Stelle im dritten Quartal 2022 steht Microsoft, gefolgt von LinkedIn. Das Karrierenetzwerk lag in den beiden vorangegangenen Quartalen noch auf dem ersten Platz.

/ Geschrieben von Corinna Flemming




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