Der Logistikkonzern GeoPost/DPDgroup hat neue Ziele definiert, um die eigenen Treibhausgasemissionen zu reduzieren. DPD Deutschland unterstützt den Dekarbonisierungskurs. 

DPD Lastenrad grüne Zustellung
DPDgroup

GeoPost/DPDgroup hat bei der Science-Based-Target-Initiative (SBTi) ein kurzfristiges Dekarbonisierungsprogramm sowie ein langfristiges Netto-Null-Ziel zur Begutachtung eingereicht. Die Gesellschaft unterstützt Unternehmen bei Klimaschutzvorhaben. DPD plant, ausgehend vom CO₂-Ausstoß im Jahr 2020 innerhalb der kommenden 7,5 Jahre die Emissionen um 43 Prozent und bis 2040 um 90 Prozent zu senken und erwartet, dass diese Ziele voraussichtlich Anfang 2023 von der Initiative validiert werden. 

Auch DPD Deutschland will mit Maßnahmen in den Bereichen Erste und Letzte Meile, Fernverkehr und Elektrifizierung dazu beitragen, Emissionen zu reduzieren, wie der Paketdienst aktuell mitteilt. „Die Initiative ermöglicht es, unsere Ziele neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen anzupassen und unterstützt bei der Weichenstellung für die Umsetzung“, sagt Gerd Seber, Group Manager City Logistics & Sustainability bei DPD Deutschland. Das Unternehmen wolle „auch bei einem weiteren Wachstum der Paketmengen unsere absoluten Emissionen senken und die Erreichung des globalen 1,5-Grad-Ziels ermöglichen“. 

Emissionsfreie letzte Meile und mehr Pakete auf die Schiene

So setzt DPD einerseits auf nachhaltige, emissionsfreie Zustellmodelle für die Letzte Meile. In den größten deutschen Innenstädten gebe es dafür bereits ein „ambitioniertes Programm“, so Seber. Beispielsweise kommen verstärkt Elektrotransporter oder auch E-Cargobikes des Lastenrad-Anbieters Onomotion zum Einsatz – die beispielsweise auch KEP-Dienstleister Hermes nutzt.

Im Rahmen des Pilotprojekt „DPD@Rail“, das Ende Mai dieses Jahres gestartet ist, sollen bis 2023 fünf Prozent des Fernverkehrs auf die Schiene verlagert werden. Bislang werden die DPD-Sendungen zwischen Duisburg und Hamburg sowie zwischen Duisburg und Leipzig per Bahn befördert, bald könnten noch Lehrte und Nürnberg sowie Köln und München hinzukommen, kündigte der Logistiker an.

Auch internationale Routen sollen geprüft werden. Allerdings: „Die Verlässlichkeit und die Pünktlichkeit sind für uns wichtige Parameter für die Zusammenarbeit mit der Bahn. Hier haben wir noch Optimierungsbedarf, um die Ausweitung des Transports auf der Schiene erfolgreich umsetzen zu können“, erläutert Simon Nissen, Director Network Planning & Optimization. 

In Bezug auf den Klimaschutz sei die Umstellung auf die Schiene bereits ein Erfolg: „Die CO₂-Reduktion beträgt schon jetzt 2,5 Tonnen pro Tag, das heißt einen Gegenwert von 50.000 Bäumen, die für die Bindung der Emissionen ansonsten nötig wären. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, ergänzt Anke Förster, Chief Financial Officer bei DPD Deutschland.

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/ Geschrieben von Hanna Behn




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