DPD zieht angesichts des Krieges in der Ukraine deutliche Konsequenzen für das Russland-Geschäft. 

DPD Lieferfahrzeug
Mickis-Fotowelt / Shutterstock.com

Die GeoPost/DPD-Gruppe gab aktuell die Entscheidung bekannt, sich gänzlich vom russischen Markt zurückziehen. Das Logistikunternehmen sei „zutiefst schockiert über die Gewalt des Krieges in der Ukraine und über seine verheerenden Auswirkungen auf das Leben von Millionen unschuldiger Menschen“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung

Seit Ende Februar hatte DPD, ähnlich wie viele weitere Paketdienstleister, bereits sämtliche Lieferung nach und aus Russland ausgesetzt. Zudem zeige sich der Dienstleister „solidarisch mit den internationalen Sanktionen“ und wende sie „uneingeschränkt“ an. 

Russische Tochtergesellschaft wird übertragen

Die Tochtergesellschaft DPD Russia besteht seit 2004 und beschäftigt etwa 3.000 Angestellte. Das Unternehmen bietet Zustelldienste innerhalb des Landes für Privatpersonen und kleine Geschäftskunden an. 

Jetzt leite man die Übergabe dieses DPD-Eigentums unter den geltenden gesetzlichen Vorgaben ein. Das Unternehmen dann in Zukunft unabhängig von DPD/GeoPost operieren. Während des Übergabeprozesses werde der Logistiker aber „weiterhin den Verpflichtungen gegenüber Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern nachkommen“. Anschließend sei man nicht länger im Land präsent.

DPD/GeoPost geht außerdem davon aus, dass sich die Eigentumsübertragung der Unternehmenswert von DPD Russia verringere. Dieser habe zum Jahresende 2021 bei 128 Millionen Euro gelegen. Der Logistiker „wird von dieser Eigentumsübertragung nicht profitieren“.

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/ Geschrieben von Hanna Behn




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