Maersk mischt zunehmend im E-Commerce mit. Mit entsprechenden Lösungen wird nun der französische Sportartikel-Händler Decathlon in Südostasien unterstützt. 

Decathlon-Firmenschild
Rafal Bloch / Shutterstock.com

Decathlon verfolgt im Zuge der Coronakrise verstärkt ein Omnichannel-Prinzip. Um das Einkaufserlebnis in Singapur zu optimieren, setzen die Franzosen erneut auf A.P. Moller - Maersk. Der dänische Reederei-Riese realisierte für das Sportunternehmen vor Ort zuletzt einen Click&Collect-Service, über den Waren innerhalb von zwei Stunden an die von der Kundschaft gewünschte Filiale geliefert wurden.

Jetzt wolle man gemeinsam die Zustellung auf der sogenannten letzten Meile verbessern – also den Weg der Bestellung vom Logistik-Verteilzentrum bis zur Kundenadresse, teilt Maersk aktuell mit. „Sie ist ein entscheidender Schritt für einen schnellen und effizienten Versand, der zur Steigerung der Kundenzufriedenheit beitragen kann“, hebt der Logistiker die Relevanz dieser Lieferetappe hervor.

Beide Firmen verbindet bereits eine längere Zusammenarbeit. Unter anderem organisierte Maersk im letzten Jahr den Warentransport mit einem kompletten Güterzug von Vietnam nach Frankreich. Decathlon profitierte auf diese Weise von stabileren Lieferketten, während die Kapazitäten in der Seefracht knapp waren. „Maersk war in den vergangenen Jahren einer unserer wichtigsten Partner in Singapur und weltweit. Bei Decathlon Singapur arbeiten wir gerne langfristig mit ausgewählten Schlüsselunternehmen zusammen, um unsere Lieferketten zu planen und mitzugestalten, neue Lösungen zu testen und mitzuerfinden. So sehen wir auch unsere Partnerschaft mit Maersk in den kommenden Jahren, insbesondere im wichtigen und strategischen Bereich der letzten Meile“, kommentierte Stephan Veyret, Leiter von Decathlon Singapur, zur Partnerschaft.  

Echtzeitverfolgung von Sendungen

Die Kooperation umfasst alle Decathlon-Bestellungen in der Region. Maersk wolle sowohl die E-Commerce-Kapazitäten optimieren als auch End-to-End-Logistiklösungen anbieten. Die Zustellung auf der letzten Meile werde mit elektronischer Unterstützung und durch Dritte realisiert, heißt es. Die Decathlon-Kundschaft könne jedes Paket über eine einzige Plattform in Echtzeit verfolgen und einsehen.

Seit Projektbeginn habe der Logistiker die Versandlösungen für Decathlon optimiert. Dabei konnte man das Versandvolumen bereits um 120 Prozent steigern.

Maersk erweitert Lösungen für den E-Commerce

„Wir sind sehr stolz auf die Zusammenarbeit mit Decathlon bei der Abwicklung von schnelllebigen und stark nachgefragten E-Commerce-Lieferdiensten“, sagt Rupesh Jain, Maersk-Geschäftsführer für Thailand, Malaysia und Singapur. Dieser Erfolg könnte künftig womöglich weiteren E-Commerce-Firmen zugutekommen. So betonte Jain die Spezialisierung des eigenen Angebots auf Online-Handelsunternehmen: „Maersk hat sich vom Seeverkehrsdienstleister zu einem ganzheitlichen Logistikpartner für unsere Kunden entwickelt. Ein einziges, globales Logistik-Ökosystem ermöglicht es ihnen, ihre E-Commerce-Lieferkette so zu gestalten, dass sie sowohl für ihr Unternehmen als auch für ihre eigene Käuferschaft die besten Ergebnisse erzielen.“ 

Auch hat der Reedereikonzern bereits in anderen Teilen das Thema Paketzustellung längst auf dem Schirm. Im vergangenen Sommer übernahmen die Dänen den US-amerikanischen Fulfillment-Dienstleister Visible Supply Chain Management (SCM) sowie das niederländische Logistikunternehmen B2C Europe. 

Sie wollen immer über die neuesten Entwicklungen in der Logistik informiert sein? Mit unseren Newslettern erhalten Sie die wichtigsten Top-News und spannende Hintergründe direkt in Ihr E-Mail-Postfach – Jetzt abonnieren!
/ Geschrieben von Hanna Behn




Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren