Die Deutsche Post DHL Group (DPDHL) sieht Neuerungen beim Produkt Warenpost International vor. 

Briefträger mit Warenpost
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Händler und andere Geschäftskunden können mit Warenpost International weltweit vergleichsweise günstig versenden. Das Produkt kann derzeit noch über die Webseite der Deutschen Post gebucht werden. Schon bald soll diese Funktion ins DHL-Geschäftskundenportal wandern. 

Bereits Mitte 2020 hatte DPDHL die Warenpost National in die DHL-Systemlandschaft integriert und zieht nun beim internationalen Angebot nach. So war es bei der Umstellung damals erklärtes Ziel, den nationalen Warenversand aus einer Hand anzubieten, erläutert eine Unternehmenssprecherin. Die Maßnahme habe zu sehr positiver Resonanz auf Kundenseite geführt. „Wir werden daher auch bei unserem internationalen Produktportfolio Vereinfachungen für unsere Kunden umsetzen“, so DPDHL weiter. 

Privatkunden betrifft die Änderung nicht, schon jetzt ist die Warenpost International ein Produkt für Gewerbekunden. Um den Service zu nutzen, muss jetzt allerdings ein Geschäftskundenvertrag mit DHL geschlossen werden. Zuvor reichte für die Nutzung des Versandformats ein Nachweis für eine gewerbliche Tätigkeit. 

Mögliche Neuerungen durch Umstellung

Die Änderungen bei der Warenpost International könnten bis Mitte 2022 in Kraft treten – und im Zuge dessen könnte es auch neue Preise und Formate geben, berichten Händler im Sellerforum mit Verweis auf Informationen, die sie vom Unternehmen erhalten hätten. Auf den Änderungszeitpunkt deutet die derzeitige Preisliste für die Warenpost International hin, auf der die Preise für das Produkt noch bis zum 30. Juni 2022 gültig sind.

Mehrere Händler meldeten zudem, dass sich die Maximalmaße verändern würden. Demnach sollen Sendungen künftig nur noch eine Länge von maximal 35,3 cm, eine Breite von 25,0 cm und eine Höhe von 10 cm aufweisen dürfen, damit sie über diese Versandart verschickt werden können. Aktuell können Warenpost-International-Sendungen bis zu 2 kg schwer sein und Maximalmaße von 90 (Länge x Breite x Höhe) haben, es gibt verschiedene Tarif- und Gewichtsstufen. Zum Vergleich: Bei der Warenpost National gilt ein Maximalgewicht von 1 kg und es gelten die Höchstmaße 35,3 Länge x 25,0 Breite x 5,0 cm Höhe, entsprechend ist eine Anpassung auf dieselben Höchstmaße denkbar. Diese Maße für das nationale Produkt wurden bei der damaligen Umstellung unverändert übernommen. Mit der damaligen Anpassung ging außerdem die zusätzliche Nutzung von Empfängerservices von DHL einher.

Dem Verbraucherportal Paketda zufolge könnten in Zukunft international Zusatzentgelte bei Unzustellbarkeit oder falscher Leitcodierung etc. anfallen. In Bezug auf die Laufzeitqualität werde sich voraussichtlich nichts ändern, da Warenpostsendungen nicht über das DHL-, sondern über das Briefnetz befördert werden.

DPDHL äußerte sich auf Nachfrage zunächst nicht zu weiteren Details, diese wolle man zu gegebener Zeit bekannt geben.

Update: DHL gibt Details bekannt

Inzwischen hat das Unternehmen eine Informationswebseite zu den Änderungen eingerichtet. Demnach wurden die genannten Maße von 35,3 x 25 x 10,0 cm und ein Maximalgewicht von 1 kg für internationale Warenpostsendungen bestätigt. Für den Fall, dass die Option nicht zur Versandstruktur der Geschäftskunden passe, verweist DPDHL auf den Service DHL Paket International. Bei der Option „Warenpost International Premium“ wird zudem ein End-to-End-Tracking inkl. Haftung für den Verand in zahlreiche Länder angeboten. Die Neuerungen greifen ab dem 1. Juli 2022.

(Dieser Text wurde am 7. Januar 2021 um die weiteren Details zum Thema ergänzt)

/ Geschrieben von Hanna Behn