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Die Mitarbeiter der Also Logistics Services GmbH sind wieder in der Klemme. Erneut steht das Unternehmen vor der Insolvenz. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert, dass der neue Eigentümer Droege nach der Übernahme von Weltbild die Vorgaben nicht umgesetzt hat. Gleichzeitig gingen die Aufträge und Umsätze zurück.

Also Logistics Services insolvent.

(Bildquelle Halle: LovePhy - Fotolia.com)

In dieser Woche hat die für die Logistik von Weltbild zuständige Also Logistics Services GmbH einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Arnsberg eingereicht. Das Kerngeschäft des Unternehmens gehört seit einem Jahr mehrheitlich der Düsseldorfer Droege Group. Von der Insolvenz sind rund 450 Mitarbeiter betroffen. Weltbild betont, dass das eigene Geschäft nicht davon betroffen sei.

Sinkende Umsätze und Auftragsvolumen

Wie bei boersenblatt.net zu lesen ist, sei das Auftragsvolumen der Also Logistics Services GmbH nach dem Herauslösen von Weltbild vor neun Monaten geschrumpft. Gleichzeitig seien die Preise zu hoch, welche Weltbild Retail von der Also Logistics Services GmbH verlange, zu hoch.

Von Weltbild hieß es gleichzeitig, dass das Unternehmen selbst von der Insolvenz der Logistikfirma nicht betroffen sei und das Geschäft normal weiterlaufen soll.

„Das Unternehmen hat eine Zukunft und kann überleben. Dafür muss es aber saniert werden. Wir müssen jetzt das Ruder herumreißen. Und zwar gemeinsam. Dafür bleiben uns nur wenige Wochen. Die Gesellschafter haben signalisiert, die Sanierung zu unterstützen, wenn alle Beteiligten bei der Restrukturierung konstruktiv mitwirken“, sagte Reiner Wenz, Geschäftsführer der Also Logistics Services GmbH, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Kritik von Gewerkschaft Verdi

Gleichzeitig gibt es massive Kritik von der Gewerkschaft Verdi an Also Logistics: „Dass der ALSO-Konzern, zu dem auch die Augsburger Logistik gehört, zeitgleich mit dem Insolvenzantrag gestiegene Jahresgewinne von über 36 Millionen Euro meldet und im gleichen Atemzug die Augsburger Verluste von vier Millionen im ersten Halbjahr als Grund für die Insolvenz angibt, ist skandalös“, kommentierte Thomas Gürlebeck von Verdi gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Das Logistikgeschäft von Also Logistics lief nach der Übernahme durch Droege anscheinend alles andere als gut. So soll Also Logistics im ersten Halbjahr 2015 Verluste in Höhe von rund vier Millionen Euro verursacht haben und das Geschäft soll weggebrochen sein. Zusätzlich hätten sich die Umsätze rückläufig entwickelt und die eigentlich geplanten Restrukturierungsmaßnahmen wie ein geplanter Stellenabbau wurden nicht umgesetzt.

 

 

 

/ Geschrieben von Giuseppe Paletta


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