Viele Logistiker engagieren sich für soziale und gemeinnützige Projekte. So auch DPD.

DPD Stolperseteine
© DPDgroup

Der KEP-Dienstleister setzt sich durch die Unterstützung eines Projektes für Erinnerungskultur für religiöse Toleranz ein: In vielen Städten und Gemeinden erinnern die sogenannten „Stolpersteine“ an Opfer des Nationalsozialismus – etwa 90.000 der meist würfelförmigen, pflastersteingroßen Gedenksteine aus Messing wurden in über 1.800 Kommunen schon verlegt. Die Mahnmale tragen die Namen jener Menschen, die in der NS-Zeit verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Selbstmord gedrängt wurden. Sie werden in der Regel vor den letzten selbstgewählten Wohnsitzen platziert. Jährlich kämen Hunderte neuer Gedenksteine in mehreren Ländern hinzu.

Gefertigt werden sie in Berlin, Elbenrod und Amsterdam von Hand – als handwerkliche Einzelstücke – und werden dann in die verschiedenen Zielregionen versandt. Dies habe in der Vergangenheit erhebliche Kosten verursacht, so Gunter Demnig, Künstler und Schöpfer der Stolpersteine. Diese Ausgaben werden dem Träger, der gemeinnützigen STIFTUNG – SPUREN, nun von der DPD abgenommen. 

Einsatz für Toleranz

Der Logistiker ist ab sofort Transportpartner der Stolpersteine und übernimmt im Zuge dessen den kostenfreien Versand der Mahnmale innerhalb Deutschlands und Europas. „Mit der Übernahme des Stolpersteine-Versands will DPD ein Zeichen für gesellschaftliche und religiöse Toleranz setzen“, so Eric Malitzke, CEO von DPD Deutschland. „Die Stolpersteine halten die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft auf unmittelbar erfahrbare Weise wach. Diesen wichtigen Beitrag möchten wir gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen in ganz Europa unterstützen.“ Auf diese Weise wolle DPD der Idee der Stolpersteine sowohl in der eigenen Belegschaft als auch darüber hinaus mehr Sichtbarkeit verleihen.

Immer wieder zeigen Logistikunternehmen Einsatz für gemeinnützige Projekte. So unterstützt etwa GLS Spendenaktionen für die Tafel, Hermes greift dem Verein Hanseatic Help in der Sozial-Logistik unter die Arme und DHL gab kürzlich bekannt, dass sich in der eigenen Belegschaft über 100.000 Beschäftigte für entsprechende Aktivitäten engagieren – um nur einen Bruchteile der Aktionen zu nennen.

/ Geschrieben von Hanna Behn




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