Weiterhin hohe Sendungsmengen aus dem E-Commerce helfen der Deutschen Post, die positive Geschäftsentwicklung aus dem ersten Halbjahr fortzusetzen.

Konzernzentrale Deutsche Post DHL
Deutsche Post DHL Group


Die Deutsche Post DHL Group (DPDHL) hat gerade ihr vorläufiges Quartalsergebnis veröffentlicht und blickt erneut auf eine positive Geschäftsentwicklung: Der Konzerngewinn (Ebit) konnte um ca. 28 Prozent auf 1,765 Milliarden Euro gesteigert werden. Damit kommt die Post nach neun Monaten auf ein Ebit von etwa 5,76 Milliarden Euro. Eingerechnet ist darin auch der zweite Corona-Bonus für die eigenen Angestellten mit minus 179 Millionen Euro, der im Vorjahresquartal mit minus 163 Millionen Euro zu Buche schlug.

„In den ersten neun Monaten dieses Jahres konnten wir bereits das Gesamtjahresergebnis aus dem Vorjahr übertreffen. Der Welthandel hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich beschleunigt. Gleichzeitig sind die Sendungsmengen im E-Commerce unverändert hoch. Deswegen blicken wir optimistisch auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft“, so Postchef Frank Appel. 

Ergebnissprung in fast allen Geschäftsbereichen

In sämtlichen Bereichen verzeichnet der Konzern positive Entwicklungen, so konnte die Expresssparte den Gewinn von 970 Millionen Euro steigern – im Vergleich zu 735 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. 20 Millionen Euro weniger erzielte der Bereich Post & Paket Deutschland, hier wies die Deutsche Post ein Ebit von rund 300 Millionen Euro aus.

Aufgrund der guten Ergebnisse wird die Post die Prognose für den Gewinn und den Free Cashflow im aktuellen Geschäftsjahr erhöhen. Gleiches gelte für den mittelfristigen Ausblick für 2023. Um wie viel die Prognosen angehoben werden, will die Post am 4. November bekannt geben.

Auch trotz der guten Geschäftsergebnisse rechnet der Konzern in unterschiedlichen Bereichen mit steigenden Kosten für Transport und Personal bzw. den Ausbau der Infrastruktur, um den weiterhin hohen Sendungsmengen gerecht zu werden. So plant DPDHL eine Erhöhung der Versandtarife für Firmenkunden zum 1. Januar 2022. Auch wurde jüngst die Anpassung des Briefportos zum Jahreswechsel angekündigt, hier fiel der von der Bundesnetzagentur vorgegebene Erhöhungsspielraum allerdings geringer aus, als sich der Konzern dies erhofft hatte.  

Rekordmengen zum Weihnachtsgeschäft erwartet

Bereits im zweiten Halbjahr beförderte die Post fast 30 Prozent mehr Pakete als sonst pro Tag im Jahresdurchschnitt. Auch im zurückliegenden Quartal hätte sich das Volumen erwartungsgemäß entwickelt, heißt es weiter: Das B2B-Geschäft erhole sich weiterhin, die Sendungsmengen für Endkunden hätten in allen größeren Netzwerken im Bereich des hohen Niveaus der Vorjahre gelegen. Gleichzeitig hat auch DPDHL es mit einer derzeit angespannten Situation in den Luftfracht- und Seefrachtmärkten zu tun. „Wir bereiten uns nun intensiv auf mögliche Rekordmengen in den kommenden Wochen vor und haben bereits im dritten Quartal bewusst Kapazitäten aufgebaut, um unseren Kunden weiterhin eine hohe Servicequalität bieten zu können“, verspricht Frank Appel.
 

/ Geschrieben von Hanna Behn

Kommentare

#1 gunnar 2021-10-11 09:01
ist der gewinn ein wunder.??
nein, man muß sich nur die gesamten preiserhöhungen mal anschauen, seid 2019.
da wundert do keinen mehr was.
und private personen können ja ware, oder gegenstände nur noch mit dhl versenden.
da kommt das minus bei den umsätzen her.
verschieben, verschweigen, veräppeln und die bürger wie weihnachtsgänse ausnehmen.



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