In Garching soll ab nächstem Jahr ein automatisiertes Lager- und Bereitstellungssystem die Mitarbeiter des Lebensmittellieferanten Knuspr unterstützen.

Knuspr Lieferfahrzeug
knuspr.de

Die Branche der Schnelllieferdienste entwickelt sich seit der Pandemie immer weiter. Im August stieg Knuspr als neuer Teilnehmer auf dem deutschen Markt ein. Zunächst nur am Standort München, doch mit Frankfurt ist bereits ein zweiter Standort in Arbeit. Wie der tschechische Anbieter nun in einer Pressemitteilung verkündete, arbeitet man aktuell an der Integration eines automatisierten Lagersystems für den Logistikstandort Garching.

Lieferkettenoptimierung

Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Lager in Garching der einzige Logistikstandort von Knuspr in Deutschland. Um die Expansion aber effektiv zu befördern, setzt das Unternehmen bereits jetzt auf Technologie, um die eigene Logistik zu optimieren. Schließlich möchte der Lieferdienst laut eigener Aussage binnen drei Jahren seinen Kundenstamm auf 30 Millionen Kunden erweitern und hat es sich zum Ziel gesetzt, die Nummer eins der Branche in Deutschland zu werden.

Im Fulfillment-Center Garching wird nun zunächst der Bereich Normaltemperatur mit dem System der Marke AutoStore ausgestattet. „Alle Waren sind in einzelnen Behältern gelagert, und die Roboter wählen den richtigen Behälter aus. Der Behälter mit den Produkten wird zu einer automatisierten Packstation gefahren. Dort wird er dem Mitarbeiter angereicht, der die Artikel dann verpackt“, erläutert Knuspr Operations Director Björn Christian Wolf zur Funktionsweise. Dadurch erhöhe sich die Lagerkapazität: „Dieser erste wichtige Schritt der Automatisierung bringt uns eine Verdreifachung der Kommissionierproduktivität und über 30 Prozent mehr Lagerfläche im Fulfillment-Center München“, so Wolf. 

Mutterkonzern hat ambitionierte Pläne

Der tschechische Mutterkonzern Rohlik Group lässt sich die Modernisierung knapp 45 Millionen Euro kosten. In weiteren Phasen soll die Technik dann auch in anderen Märkten der Gruppe integriert werden. „Wir freuen uns, dass wir mit Knuspr einer der ersten Online-Lebensmittelhändler mit einem hochautomatisierten Fulfillment Center sein werden. Indem wir unsere Logistik effizienter gestalten, können wir künftig noch schneller und flexibler agieren und unser Wachstum weiter beschleunigen. Zudem wird die Produktivität aller Mitarbeiter gesteigert, da die Wegzeiten entfallen“, führt Björn Christian Wolf fort.

Die Technik verspricht viel und könnte den Mitarbeitern eine sinnvolle Ergänzung ihrer Arbeit bieten. In Sachen Geschwindigkeit handhabt es Knuspr aber generell entspannter als seine Konkurrenten. Eine Lieferung wird hier lediglich binnen drei Stunden versprochen. Flink und Gorillas locken dagegen mit zehn Minuten. 

/ Geschrieben von Ricarda Eichler




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