Geschäftskunden müssen bei DPD für die Paketbeförderung künftig für großformatige Sendungen eher Zuschläge zahlen. 

DPD Zustellauto und Paket
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DPD verringert die Maximalmaße für nicht automatisch förderbare Pakete zum 1. September 2021. Wie der Logistiker derzeit seinen Kunden mitteilt, müssen Pakete, die zuschlagsfrei befördert werden, künftig maximal die Abmessungen 120 cm Länge x 60 cm Breite x 60 cm Höhe haben. 

Bislang galten die deutlich höheren Maximalwerte von 130 cm Länge x 80 cm Breite x 80 cm Länge. Das Gurtmaß mit maximal 300 cm sowie das Maximalgewicht von 31,5 kg bleiben bestehen. Allerdings ändert sich auch die Volumenmaximalgrenze von 200 Liter auf 150 Liter. 

Für Sendungen, deren Maße oberhalb dieser Werte liegen – sogenannte Non-Conveyables (NC), nicht bandfähige Pakete – sind somit eher Aufpreise für den Versand zu zahlen. Laut dem Verbraucherportal Paketda werden beispielsweise beim Versanddienstleister Shipcloud für entsprechende DPD-Pakete 2,30 Euro mehr fällig. 

DPD begründet Vorgehen mit Aufrechterhaltung der Laufzeit- und Zustellqualität

Mit der Anpassung der Abmessung orientiert sich DPD künftig an jenen Maximalmaßen, für die auch DHL NC-Zuschläge erhebt, der KEP-Dienstleister büßt somit auch ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber seinem Wettbewerber ein. 

Grund für die Anpassung sei, dass derzeit – bei stetig steigenden Paketmengen und hoher Auslastungen der Frachträume – besonders große sowie nicht automatisch förderbare Versandgüter große Kapazitäten binden, teilt DPD auf Nachfrage mit. „Dies hat Auswirkungen auf unsere Laufzeit- und Zustellqualität, denn Paketsendungen, die aufgrund Ihrer Größe oder Form nicht über unsere automatisierten Bandanlagen befördert werden können, müssen aufwendig händisch sortiert werden“, erläutert ein DPD-Sprecher. 

Wie hoch das Sendungsvolumen sei, für das künftig Zuschläge gezahlt werden müsse, gab DPD nicht an. 

/ Geschrieben von Hanna Behn