In einem Warenlager des britischen Betreibers Ocado ist es zu einem Brand gekommen, nachdem drei Roboter kollidiert sind.

Ocado-Lieferwagen vor einem Lager
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Der britische Warenlagerbetreiber Ocado hat sich auf vollautomatisierte Systeme spezialisiert: Tausende kleine Roboter flitzen durch die Warenlager und sammeln automatisch die bestellten Produkte zusammen. Am 16. Juli 2021 kam es allerdings in einem Lagerhaus des Unternehmens in Großbritannien zu einem Brand, nachdem drei Roboter kollidiert waren. Wie Ocado mitteilt, sei bei dem Vorfall aber – abgesehen von den Robotern – niemand zu Schaden gekommen.

Feuerschutzmaßnahmen haben Schlimmeres verhindert

Von dem Feuer sei eine Fläche betroffen gewesen, die weniger als ein Prozent des Bereichs ausmache, erklärt Ocado weiter. Die Sicherheits- und Feuerschutzmaßnahmen hätten ein Ausbreiten des Feuers verhindert. Das betroffene Warenlager sei nur wenige Tage später wieder in Betrieb gegangen.

Die Ocado-Roboter bewegen sich auf einem Rasternetz aus Schienen, unter dem sich die Ware befindet. So können die Roboter zu einer Lagerposition fahren, die dort gelagerte Ware aufnehmen und zu einer Sammelstelle bringen. Insgesamt gibt es laut Firmenangaben 750.000 Lagerplätze, die von 3.500 Robotern angefahren werden können. Die gesammelten Waren werden anschließend von Menschen für die Auslieferung verpackt.

Nicht der erste Vorfall bei Ocado

Wie Golem.de berichtet, sei es nicht der erste Vorfall bei Ocado gewesen: Bereits 2019 war es zu einem Feuer gekommen, bei dem ein Lagerhaus komplett niederbrannte. Auch dieser Brand soll durch Roboter ausgelöst worden sein. Ocado wurde im Anschluss einer Überprüfung unterzogen und hat seine Sicherheits- und Feuerschutzmaßnahmen ausgebaut und verstärkt – offenbar erfolgreich, wie der aktuelle Vorfall zeigt.

Um das System möglichst effizient zu gestalten, werden die Roboter mit hoher Geschwindigkeit auf das Schienen-Netz geschickt. Dabei kommt es mitunter auch vor, dass zwei Roboter aufeinander zufahren und erst im letzten Moment zur Seite gesteuert werden. Wie Golem.de berichtet, könnte es dabei dazu gekommen sein, dass es durch fehlende Toleranzen zur Kollision gekommen ist.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers