Bei den KEP-Dienstleistern kommt es durch die Flut-Katastrophe zu Verzögerungen und Lieferausfällen, hier eine Übersicht.

Hochwasser-Schild
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Auch die Paket-Dienstleister sind von der Flut-Katastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz betroffen. Logistik Watchblog hat bei den KEP-Diensten nachgefragt, zu welchen Problemen es kommt.

DPD: Depot in Erftstadt nicht erreichbar, auch Köln betroffen

Bei der DPD sind besonders die Zuständigkeitsbereiche von Depot 150 Erftstadt, Depot 158 Hagen, Depot 154 Föhren (nahe Trier), Depot 156 Koblenz und Depot 142 Wuppertal schwer betroffen, teilt Sprecher Sebastian Zeh mit. Das Paketsortierzentrum in Erftstadt (Depot 150) ist aufgrund der besonders schwierigen Lage vor Ort aktuell nicht erreichbar. Der Standort ist zwar nicht unmittelbar vom Hochwasser bedroht, die Verkehrswege zum Depot sind jedoch aktuell nicht nutzbar. Daher komme es in den betroffenen Regionen zu Verzögerungen und Unterbrechungen bei der Zustellung und Abholung von Paketen. Generell gelte aber: „Sicherheit geht vor.“

Am Freitag, dem 16. Juli wurden aus dem Erftstädter Depot keine Pakete ausgeliefert, davon war auch Köln betroffen. Auch Abholungen durch Kunden waren teils nicht möglich. Die angesammelten Pakete sollen in den nächsten Tagen so schnell wie möglich zugestellt werden.

DPDHL: Störungen in Düsseldorf, Köln, Koblenz, Dortmund, Essen und Bonn

Auch bei der Deutsche Post DHL Group kommt es zu Laufzeitverzögerungen und Zustellausfällen, besonders in den Niederlassungen Düsseldorf, Köln, Koblenz, Dortmund, Essen und Bonn mit den Regionen Euskirchen und Ahrtal. Dort sei jeweils die Zuführung der Sendungen in die Sortierzentren sowie die Abholungen bei den Kunden verzögert und die Zustellungen zu den Kunden gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Einschränkungen in den nächsten Tagen soweit wie möglich zu reduzieren“, erklärt Unternehmenssprecher Alexander Edenhofer.

GLS: Keine größeren Schäden in West-Depots

Bei GLS haben die Depots in der Region West (Neuss, Wesel, Essen, Dortmund, Alsdorf, Bornheim und Wuppertal) keinen größeren Schaden genommen. Dort, wo es Zufahrtmöglichkeiten gibt, werden Pakete weiterhin zugestellt und abgeholt. Es werde aber auch in den kommenden Tagen weiter zu Verzögerungen kommen. „GLS hat die Kunden bereits entsprechend informiert und sie darüber hinaus, angesichts der teils sehr unübersichtlichen Lage, um eine Rückmeldung gebeten, falls sie aktuell nicht angefahren werden können oder wollen“, sagt das Presse-Team der GLS.

Hermes: „Die logistischen Prozesse sind stark betroffen“

„Wir sind erschüttert von den derzeitigen Ereignissen und hoffen auf eine baldige Beruhigung der Lage. Natürlich sind auch unsere logistischen Prozesse stark betroffen – derzeit arbeiten die Kolleg:innen vor Ort unter Hochdruck daran, die Ausmaße vollumfassend zu überschauen und Hilfe dort zu leisten, wo sie benötigt wird“, erklärt Sprecherin Julia Kühnemuth. Zu dem jetzigen Zeitpunkt könne man aufgrund der unübersichtlichen Lage keine weiteren Aussagen treffen. 

Auch bei Fedex: Verzögerungen bei Versand

„Zum jetzigen Zeitpunkt sind unsere Standorte und Netzwerke zwar in der Lage, sicher zu arbeiten, aber die Überschwemmungen haben Auswirkungen auf unseren Service und es kann für unsere Kunden zu Verzögerungen bei den Versandzeiten kommen. Es gibt Notfallpläne, um die Servicequalität so gut wie möglich zu gewährleisten“, heißt es von Fedex. Die Gesundheit und Sicherheit der Teammitglieder, Partner und Lieferanten habe oberste Priorität. Man suche auch nach Möglichkeiten, den Menschen und Gemeinden, die von diesen Überschwemmungen betroffen sind, direkt zu helfen.

Auch der Online-Marktplatz Ebay will betroffenen Händlern in der Region zur Seite stehen. Worauf Online-Händler nun beim Thema Versicherung achten müssen, hat OnlinehändlerNews in einer Übersicht zusammengefasst.

 

/ Geschrieben von Markus Gärtner