Noch schnell das Paket auf dem Arbeitsweg abgeben? In Hamburg ist dies für Pendler, die den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, kein Problem mehr. Denn Hermes kooperiert mit Hochbahn und hat heute zehn neue Paketshops in U- und Busbahnhöfen eröffnet. Dabei sollen Kunden vor allem von den ausgedehnten Öffnungszeiten profitieren.

Hermes PaketShop am ZOB Poppenbüttel
Hermes PaketShop am ZOB Poppenbüttel © Ibrahim Ott

Auf dem Weg zur Arbeit noch eben das Hermes-Paket abgeben? Kein Problem mehr für Pendler, die beim öffentlichen Personennahverkehr auf U-Bahnen und Busse zurückgreifen. Denn ab heute startet das Pilotprojekt von Hermes in Kooperation mit Hochbahn, einem Mitglied des Hamburger Verkehrsverbundes. In zunächst zehn U- und Busbahnhöfen wurden Paketshops eingerichtet, in denen private Päckchen Pakete, Reisegepäck sowie Retouren von zahlreichen Versandhandelsunternehmen, etwa OTTO, bonprix oder H&M entgegengenommen werden. Das Angebot entspricht damit dem klassischen Hermes-Paketshop.

Öffnungszeiten von früh morgens bis spät abends

Die Annahmestellen wurden als Shop-in-Shop-System bei Einzelhändlern vor Ort eingerichtet. „Die neuen Shops an U- und Busbahnhöfen liegen für viele Menschen auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Es müssen also keine Umwege mehr eingeplant werden, wenn ein Paket verschickt oder abgeholt werden muss. Hinzu kommen sehr kundenfreundliche Öffnungszeiten: Statt werktags von 9 bis 18 Uhr haben unsere Shops auch am frühen Morgen, am späten Abend und sogar am Wochenende geöffnet – perfekt für Berufstätige“, sagt Thomas Horst, Geschäftsführer Sales der Hermes Logistik Gruppe Deutschland, in der Unternehmensmeldung.

Mit dem zunehmenden Paketaufkommen durch den Online-Handel sind vor allem Berufstätige auf variable Zustellmöglichkeiten angewiesen. Der Punkt Convenience steht dabei für Hermes an erster Stelle. Denn neben den klassischen Services können Kunden die Shops zudem als alternative Zustelladresse für ihre Onlinebestellung nutzen, sofern der Händler die Lieferung an einen Wunsch-Paketshop anbietet. Die Ware wird dann bis zu zehn Tage zur Abholung hinterlegt.

Ausbau des Dienstleistungsangebots

Auch Projektpartner Hochbahn sieht die Vorteile der Kooperation: „Mit dem Angebot ‚PaketShops‘ machen wir die Fahrt für unsere Kunden noch attraktiver und komfortabler. Mit der Schaffung von zunächst zehn Paketshops ergänzen wir das umfangreiche Waren- und Dienstleistungsangebot an unseren Haltestellen um einen weiteren Baustein. Ziel der Hochbahn ist es, unseren Fahrgästen einen möglichst umfassenden Service zu bieten“, erklärt Andreas Ernst, Bereichsleiter Unternehmenssteuerung und Systementwicklung der Hochbahn.

Wenn das Pilotprojekt erfolgreich ist, steht einer Ausweitung nichts im Wege. Hermes kann sich neben einer Ausweitung in Hamburg auch eine Expansion in weitere deutsche Großstädte vorstellen. Nach Angaben von Hermes sein man offen für Gespräche.

An folgenden U- und und Busbahnhöfen wurden Paketshops eingerichtet:

  • Feldstraße (U3)
  • Kiwittsmoor (U1)
  • Lohmühlenstraße (U1; Eröffnung in Kürze)
  • Lübecker Straße (U1/U3)
  • Ochsenzoll (U1), Ohlsdorf (U1/S-Bahn)
  • Poppenbüttel (Busbahnhof)
  • Rathaus (U3)
  • Straßburger Straße (U1)
  • Wandsbek Gartenstadt (U1/U3)

 

/ Geschrieben von Julia Ptock