Im kommenden Jahr werden sich Briefeschreiber wohl auf ein höheres Porto einstellen müssen. Die Deutsche Post könnte die Preise zum Jahreswechsel anheben.

Brief einwerfen Briefkasten
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Seit Juli 2019 haben die aktuellen Preise beim Briefporto Bestand, Ende des Jahres läuft die aktuelle Gebührenordnung aus. Die Chancen stehen also gut, dass es im kommenden Jahr erneut eine Erhöhung der Briefportopreise geben wird.

Laut Postchef Frank Appel gibt es genügend Argumente, die Preise 2022 wieder anzuheben. In einem Interview mit der Welt am Sonntag gab er laut dem Portal Paketda folgende Gründe an: „Tatsache ist, dass die Briefmengen im vergangenen Jahr dramatisch zurückgegangen sind und dass wir einen Tarifvertrag mit steigenden Lohnkosten abgeschlossen haben. Statt der üblichen zwei bis drei Prozent lag der Mengenrückgang im Briefversand bei zehn Prozent. Der mehrfach verlängerte Lockdown hat dazu geführt, dass Unternehmen deutlich weniger Werbepost verschicken. Im Herbst werden wir sehen, was die Netzagentur entscheidet.“

Briefporto im Visier der Bundesnetzagentur

Erst Ende letzten Jahres gab es ein rechtliches Gerangel um die Portoerhöhung vor drei Jahren, die Debatte zog sich mehrere Monate hin. Damals hatte der Branchenverband BIEK die Rücknahme der Briefportoerhöhung bei der Bundesnetzagentur beantragt, der Deutschen Post habe laut Auffassung des Verbandes die rechtliche Grundlage für die Erhöhung gefehlt. Dieser Argumentation stimmte auch das Bundesverwaltungsgericht in einem Urteil aus dem Januar 2021 zu.

/ Geschrieben von Corinna Flemming