Die Deutsche Post hat ihre vorläufigen Quartalszahlen veröffentlicht. Die Ergebnisse brechen neue Rekorde.

Fahnen vor Deutsche Post DHL Zentrale
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Das Jahr 2020 gilt für die Deutsche Post DHL Group (DPDHL) bereits als Rekordjahr – diesen positiven Trend setzt der Konzern nun auch in den ersten drei Monaten des aktuellen Geschäftsjahres fort: So soll das operative Ergebnis (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dreimal so hoch ausfallen und 1,9 Milliarden Euro betragen – im ersten Quartal 2020 lag das Konzern-Ebit noch bei 592 Millionen Euro.

Es sei das „stärkste Auftaktsquartal aller Zeiten“, heißt es in der offiziellen Unternehmensmeldung. „Der Start in das neue Geschäftsjahr war so dynamisch wie noch nie“, kommentierte Post-Vorstandsvorsitzender Frank Appel zu den vorläufigen Zahlen. 

Weiterhin sei die Anzahl der Sendungen an Endkunden unverändert auf einem hohen Niveau, während sich der Geschäftskundenbereich weiter erhole – zuletzt war insbesondere im Dialogmarketing die Nachfrage immer mehr zurückgegangen.

Wachstum in sämtlichen Geschäftsbereichen

In sämtlichen Geschäftsbereichen konnte der Logistiker den operativen Gewinn steigern: Die Express-Sparte des Logistikers erzielte im ersten Quartal dieses Jahres ein Ebit von 955 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 393 Millionen Euro. So waren die Paketmengen in der Expresssparte um 40 Prozent angestiegen. Im B2B-Segment werde außerdem künftig noch ein deutliches Wachstum, insbesondere wegen der anhaltenden positiven Entwicklung im E-Commerce, erwartet.  

Im Frachtgeschäft DHL Global Forwarding Freight, wurde ein operatives Ergebnis von 215 Millionen Euro erzielt – im Vorjahr waren es 73 Millionen Euro. Auch die Sparte Supply Chain steigerte das Ebit, hier wurden 165 Millionen Euro erzielt. Beim Bereich Post & Paket Deutschland wuchs der Wert auf 555 Millionen Euro an (Q1 2020: 334 Millionen Euro).

Bemerkenswert ist außerdem der enorme Zuwachs im jungen Unternehmenssegment eCommerce Solutions: Hier konnte ein Betriebsergebnis von 115 Millionen Euro erreicht werden – im Vorjahreszeitraum stand hier mit sechs Millionen Euro noch ein einstelliger Millionenbetrag.

Post hebt Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr an

Für das laufende Geschäftsjahr ist der Bonner Logistiker nun positiv gestimmt. „Ein Jahr nach Beginn der Pandemie sehen wir im ersten Quartal eine anhaltende Dynamik im E-Commerce und eine deutliche Stabilisierung im Welthandel mit steigenden Luft- und Seefrachtvolumen. So konnten alle Divisionen einen deutlichen Ergebnissprung oberhalb der Markterwartung erzielen. Der Welthandel erholt sich weiter und die Verteilung von Impfstoffen läuft auf Hochtouren, das stimmt mich sehr optimistisch für den Rest des Jahres und darüber hinaus“,  so Frank Appel.

Angesichts der guten vorläufigen Zahlen passt DPDHL nun die Prognosen für 2021 an, allerdings eher im Wortlaut als in konkreten Zahlen: So werde für den Gesamtkonzern nicht mehr nur ein Ebit von „mehr als 5,6 Milliarden Euro“ erwartet, sondern ein operativer Gewinn, der „deutlich über 5,6 Milliarden Euro“ liege. Detaillierte Informationen zu den Geschäftszahlen stellt der Konzern für den 5. Mai in Aussicht. 

/ Geschrieben von Hanna Behn

Kommentare

#2 Bernd socher 2021-04-13 13:36
ja, seh ich auch so. Und als geschäftskunde kommen im moment seeehr viele pakete nicht bei unseren kunden an. reklamation, nachforschung, elender zaitaufwand. Und dann schaftt es derDHL Geschäftskunden service nicht mal , den richtigen betrag für den Versand zu erstatten, weil "das sap-system den falschen betrag drin hat" Gehts noch? Soll ich da jetzt Mitleid haben oder wat nu?
#1 Ingo Scharp 2021-04-13 08:54
Und was heißt das für die Zukunft? Sollte es in den kommenden Jahren zu keinen weiteren entsprechenden positive Trend kommen, werden wir wieder mit Preissteigerung en im Porto/Versand Bereich rechnen dürfen. Noch nie hab ich es erlebt, das DPDHL die Preise wegen guter Gewinne gesenkt hat.
Die Politik deckelt das ganze ja auch noch, da § 4 Nr. 11b UStG gilt nur für DPDHL. Mitbewerber müssen Ihre Dienstleistunge n mit der gültigen USt versteuern.
Fair Play und Wettbewerbsrech t bleiben also außen vor.



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