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Mit neu entwickelten Packstationen will die Deutsche Post DHL Group (DPDHL) künftig ihr Filialnetz verstärken. 

Neue Poststation
Deutsche Post DHL Group

In Nordrhein-Westfalen werden aktuell 20 neue Postautomaten in Betrieb genommen: Die Post- und Paketstationen sollen Leistungen bieten, wie es sie ganz ähnlich in einer kleinen Filiale der Post gibt – und das rund um die Uhr. 

Eine erste Station im Ort Würselen startete offiziell am 16.2. Insgesamt sollen sich die Automaten in Städten (genannt werden Köln, Aachen und Euskirchen) sowie in ländlichen Gebieten befinden. „Mit der Poststation möchten wir unseren Kunden unsere postalischen Leistungen an noch mehr Standorten anbieten – und das auf möglichst bequeme Weise“, so Holger Bartels, Leiter des Multikanalvertriebs Post & Paket Deutschland der Deutsche Post DHL Group laut Unternehmensmeldung.

Diese Services bieten die neuen Poststationen

Knapp 90 Prozent der typischen Postservices könnten die Maschinen übernehmen. Dazu zählen etwa der Kauf von Brief- und Paketmarken sowie der Versand von Briefpost und Paketsendungen. Ende Februar soll es darüber hinaus möglich sein, sich per Videochat an einen Servicemitarbeiter zu wenden, der individuell zu den Postprodukten berate. In „wenigen Monaten“ soll zudem auch der Paketempfang am Automaten möglich sein. 

An den Stationen sind ein Briefkasten sowie zwischen 18 und 106 Paketfächer angebracht, die für den Versand bzw. Empfang der Sendungen vorgesehen sind. Gezahlt werden könne bargeldlos – mit gängigen Debit- bzw. Kreditkarten sowie auch mobil, etwa mit Apple Pay oder Google Pay. Die Bedienung erfolgt via Touchscreen. Die Services werden kostenlos angeboten, für den Paketempfang müsse man sich registrieren, wie es derzeit auch bei Packstationen üblich ist.

Chance für ländliche Gebiete

Mit der Tatsache, dass die Stationen rund um die Uhr verwendet werden können und auch leicht bedienbar sein sollen, gehe der Konzern „unmittelbar auf die Wünsche unserer Kunden ein, die uns diese Bedürfnisse in Befragungen regelmäßig zurückmelden“, so Holger Bartels weiter.  

Derzeit besitzt die Post rund 24.000 Filialen und DHL Paketshops, über 6.500 DHL Packstationen sowie etwa 110.000 Briefkästen im ganzen Bundesgebiet, die nun durch die Automaten ergänzt werden. Insbesondere für ländliche Regionen sollen die Maschinen „eine große Chance“ sein: „Gerade dort, wo es keine Filialen gibt oder nur Filialen mit kurzen Öffnungszeiten, kann die Poststation eine echte Servicebesserung für die Menschen darstellen“, so der Vertriebsleiter. Man sei optimistisch, dass das neue Angebot gut angenommen werde. Während der Testphase sammele man zunächst Feedback und wolle dann entscheiden, in welchem Umfang und wo die Stationen künftig zum Einsatz kommen könnten.

/ Geschrieben von Hanna Behn


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