DB Schenker hat vergangene Woche sämtliche Transporte nach Großbritannien aufgrund des Brexits unterbrochen. Nun fährt der Logistiker den Service langsam wieder hoch.

DB Schenker Lkw
Bjoern Wylezich/Shutterstock.com

Am 14. Januar hat die Schenker Deutschland AG ihre Kunden darüber informiert, vorübergehend keine Sendungen mehr abzuholen und zu transportieren, deren Zieladresse Großbritannien ist (wir berichteten). Grund waren die neuen Zollvorschriften durch den Brexit, nur zehn Prozent der Sendungen hatten die korrekten Papiere und waren so versandfähig.

Am gestrigen Donnerstag wurde der Annahmestopp beendet und der Transport auf die Insel wieder aufgenommen. „Indem wir die harte Entscheidung getroffen haben, die Abholung von Sendungen für einen kurzen Zeitraum auszusetzen, konnten wir unser Transportnetzwerk vor potenziellen Staus schützen, die Umschlagplattformen in ganz Europa betreffen“, so Cyrille Bonjean, Leiter Landverkehr Europa bei DB Schenker bei der Verkehrsrundschau. Und weiter: „Die Wiederaufnahme des Güterverkehrs ist möglich, weil wir Seite an Seite mit unseren Kunden daran arbeiten, aktiv die notwendigen Empfänger-Kontaktdaten und alle weiteren Informationen einzuholen, ohne die eine zollkonforme Abwicklung der Transporte seit dem Brexit nicht möglich ist.“

Versand nur mit korrekten Papieren

Obwohl die Landtransporte nun wieder aufgenommen wurden, betont DB Schenker, dass ausschließlich jene Sendungen angenommen werden, deren Zollpapiere die Mindestanforderungen an Vollständigkeit und Richtigkeit erfüllen. Um die Kunden dabei zu unterstützen, hat der Logistiker einen Leitfaden zur Verfügung gestellt, außerdem seien alle wichtigen Informationen zum Brexit und den neuen Zollbestimmungen auf der Website des Konzerns zu finden.

/ Geschrieben von Corinna Flemming




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