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Aufgrund erheblicher Probleme, ausgelöst durch den Brexit, musste die DPD jetzt erste Konsequenzen ziehen und hat die Paketlieferung in die EU vorerst gestoppt. Der Logistiker will nun über weitere Maßnahmen entscheiden.

DPD Transporter
Vytautas Kielaitis/Shutterstock.com

Der Brexit ist noch nicht einmal zwei Wochen her, schon gibt es erste erhebliche Einschränkungen beim internationalen Warenverkehr. Am vergangenen Freitag musste DPD Großbritannien erste Konsequenzen ziehen und hat den Paketversand nach Europa und Irland gestoppt. Begründet hat der Logistiker dies mit erheblichen Schwierigkeiten bei den Zollprozessen. Wie es in einem Statement von DPD UK heißt, haben aktuell rund 20 Prozent aller für die EU bestimmten Sendungen fehlerhafte oder unvollständige Daten. Diese müssen an den Absender retourniert werden, was zu erheblichen Lieferverzögerungen führt.

„In Anbetracht dieser beispiellosen Umstände halten wir es für richtig, eine Pause einzulegen und unseren Straßendienst nach Europa, einschließlich der Republik Irland, zu überprüfen. Wir werden diese kurze Pause nutzen, um die Daten, die wir in unserem System haben, zu validieren, die Verzögerung zu reduzieren und Ihnen die Möglichkeit zu geben, uns die richtigen Daten zu geben, die wir benötigen, damit wir ab nächster Woche erfolgreich exportieren können“, schreibt der Logistiker dazu. Die Einschränkungen betreffen nur den Road Service von DPD, Expresspakete per Luftfracht sind davon ausgenommen.

Lieferstopp vorerst bis Mitte der Woche

Nach eigenen Angaben soll der Transportstopp „so kurz wie möglich“ sein, aktuell spricht die DPD davon, den Service am 13. Januar wieder aufzunehmen. Das Unternehmen ruft seine Kunden außerdem dazu auf, selber genau zu überprüfen, ob die eingereichten Daten den aktuellen Bestimmungen entsprechen. So soll dem Logistiker geholfen werden, künftige Lieferverzögerungen zu vermeiden.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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