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Bund und Länder haben sich erneut auf bundesweite verschärfte Corona-Maßnahmen geeinigt. Der Lockdown bringt auch Herausforderungen für das Paketgeschäft.

Hermesbote mit Weihnachtspaket
Hermes

Aufgrund steigender Infektionszahlen beschlossen Bund und Landesregierungen, das öffentliche Leben vom 16. Dezember bis voraussichtlich 10. Januar wieder verstärkt herunterzufahren. Dann dürfen erneut lediglich systemrelevante Geschäfte geöffnet bleiben. Zu diesen zählen etwa auch die Poststellen. Etwas anders kann es sich jedoch mit den Paketabhol- und -annahmestellen anderer KEP-Dienstleister verhalten. So gelten härtere Lockdown-Maßnahmen bereits in Sachsen und einigen anderen Regionen und Hermes-PaketShops sind deshalb seit dem 14.12. teils geschlossen.  

Hermes gibt jedoch eine grundsätzliche Entwarnung: „Da ein Großteil der bundesweit über 16.000 PaketShop in Einrichtungen für den täglichen Bedarf integriert ist, ist davon auszugehen, dass die allermeisten PaketShops – wie bereits beim Lockdown im Frühjahr – auch weiterhin zur Verfügung stehen werden“, heißt es in einer aktuellen Pressemeldung zur Zustellung im Weihnachtsgeschäft. Kunden können somit auch weiterhin Sendungen aufgeben und abholen. 

Corona-Infektionen bei Hermes in Heilbronn

Angesichts der Pandemie hat Hermes bereits seit deren Ausbruch umfassende Corona-Schutzmaßnahmen ergriffen. Dadurch habe man das Infektionsgeschehen im gesamten Netzwerk in den vergangenen Monaten gering halten können. Allerdings: „Gleichzeitig werden die bundesweit enorm hohen Infektionszahlen realistischerweise auch an Hermes nicht spurlos vorbeigehen“, schreibt das Unternehmen weiter. Dies zeigt sich auch aktuell an einem Corona-Ausbruch im Raum Heilbronn. Am dortigen Standort in Bad Rappenau seien mindestens 37 Mitarbeiter infiziert, wie das Lokalblatt Stimme.de meldet

Vor Ort habe man in enger Absprache mit Ärzten und dem Gesundheitsamt alle notwendigen Schritte unternommen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Dem Bericht nach gebe es derzeit konsequente Quarantänemaßnahmen und Tests. Grundsätzlich erklärte Hermes, dass es in solchen Fällen teilweise zu Einschränkungen an einzelnen Standorten kommen könne. 

Weihnachtslieferzusage bleibt bestehen

Das Infektionsgeschehen ist ein unsicherer Faktor im diesjährigen Weihnachtsgeschäft, der Lockdown ein anderer. So hatten Hermes, DPD und GLS erst kürzlich gegenüber dem Logistik Watchblog erklärt, dass ein neuerlicher Lockdown die derzeitige Liefertätigkeit durchaus beeinflussen könne. Die Schließung zahlreicher Einzelhandelsgeschäfte befördern das Online-Geschäft erneut enorm, gleichermaßen sorgen Regelungen zur Kontaktbeschränkung an Weihnachten dafür, dass mehr Privatpakete mit Geschenken an die Lieben versendet werden. Lieferverzögerungen sind daher möglich, darauf wies neben Hermes auch die Deutsche Post DHL Group hin.

Bei dem Hamburger Logistiker Hermes bleibe die Lieferzusage für Weihnachtspakete derzeit aber bestehen: Für alle Sendungen, die bis zum 21. Dezember, 12 Uhr, in einem Hermes PaketShop abgegeben werden, erfolge ein garantierter erster Zustellversuch noch bis Heiligabend. Zahlreiche KEP-Dienstleister haben entsprechende Abgabetermine für die Sendungen vor Weihnachten festgesetzt – sie alle raten dennoch generell dazu, Sendungen so früh wie möglich abzusenden.

/ Geschrieben von Hanna Behn


Kommentare

#1 Behrschmidt 2020-12-14 21:26
Abholung von Sendungen in paketshops also möglich?



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