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Noch ist unklar, wie es mit StreetScooter, dem Aachener Hersteller von Elektrotransportern, weitergehen soll. Ein Bundestagsabgeordneter hat sich jetzt an einen potenziellen Käufer gewandt, um ein Aus des StartUps zu verhindern.

StreetScooter
© Deutsche Post DHL Group

Eigentlich begann die Geschichte der StreetScooter sehr erfolgreich. 2010 gegründet, wurde das Achener StartUp von der Deutschen Post DHL Group aufgekauft und ließ die Flotte von E-Transportern des Bonner Logistikers schnell anwachsen. Allerdings machte der Konzern stets Verluste mit StreetScooter, alleine im Jahr 2019 sollen sich diese auf 100 Millionen Euro belaufen haben. Bereits seit einiger Zeit wurde deswegen ein Käufer für den Hersteller der Elektrotransporter gesucht. Da die Deutsche Post DHL Group bislang aber weder einen neuen Käufer noch Investor finden konnte, wird die Produktion bald eingestellt.

Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter der Grünen, setzt sich jetzt aktiv für Weiterführung des StartUps ein und hat dafür auch zu etwas unkonventionellen Mitteln gegriffen, um einen neuen potenziellen Käufer zu überzeugen.

Persönlicher Brief an Elon Musk

Wie der Spiegel schreibt, hat der Politiker dem Tesla-Gründer Elon Musk einen Brief geschrieben mit der Bitte, die Firma StreetScooter zu kaufen und die Produktion weiter fortzuführen. Das deutsche Unternehmen „sei innovativ, habe eine erfolgreiche Produktpalette und in Deutschland in kürzester Zeit mehr als 15.000 Fahrzeuge verkauft“, wie es in dem Schreiben laut dem Spiegel heißt. Krischer betont, dass der Bedarf an elektrischen Transportern besonders in Großstädten nach wie vor hoch ist und es bislang kaum Konkurrenz auf dem Markt gibt.

Bislang konnte die Deutsche Post DHL Group keinen Käufer für StreetScooter finden, Anfang des Jahres wurde dann das Aus bekannt gegeben. Zwar gab es vor wenigen Woche die Nachricht, dass nun auch 2021 die Produktion an den beiden Standorten in Aachen und Düren fortgeführt werden soll. An der generellen Strategie, das Tochterunternehmen aufzugeben, ändere dies aber nichts, wie Post-Chef Frank Appel Mitte November betonte.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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