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Das Weihnachtsgeschäft ist traditionsgemäß die mengenstärkste Zeit für Paketdienste. Wie schon im Vorjahr werden die Preise für Geschäftskunden bei DPD angehoben.

DPD Zusteller
goodbishop/Shutterstock.com

Die deutschen Logistikunternehmen bereiten sich mit Hochdruck auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft vor, aufgrund der Coronakrise wird in diesem Jahr mit einem neuen Rekordwert an Paketmengen gerechnet. Sowohl Hermes als auch die DPD gehen von einem Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. DPD rechnet mit knapp 2,5 Millionen Pakete am Tag, zu Spitzenzeiten könnten die Mengen auf mehr als 300.000 Pakete pro Stunde anwachsen.

Entsprechend haben die Paketunternehmen aufgerüstet und ihre Kapazitäten deutlich ausgebaut. Bei der DPD werden in den kommenden Monaten 4.000 zusätzliche Saisonkräfte in den Sortierzentren sowie bei der Zustellung im Einsatz sein, die Flotte wird um 2.000 Zustellfahrzeuge erweitert. „Wir sind bestens gerüstet, um auch in der ersten Peak-Saison seit Beginn der Corona-Pandemie ein unverzichtbarer Grundversorger zu sein und einen sicheren und zuverlässigen Paketversand zu garantieren“, erklärt DPD CEO Eric Malitzke in einer Unternehmensmeldung. „DPD hat rechtzeitig die Sortierkapazitäten ausgebaut, eine ausreichende Zahl von Saisonkräften disponiert und zusätzlichen Laderaum beschafft.“

75 Cent pro Paket für E-Commerce-Pakete

Um die Extrakosten entsprechend zu decken, erhebt DPD ab November bis Weihnachten einen sogenannten Peakzuschlag für E-Commerce-Pakete seiner Firmenkunden. „Dieser Zuschlag beträgt in der Regel 75 Cent, wobei es je nach Mengen- und Laufzeiterwartungen des einzelnen Kunden auch individuelle Regelungen geben wird“, so in der Mitteilung des Logistikers zu lesen. Bereits im vergangenen Jahr gab es eine ähnliche Regelung beim Aufpreis. Privatkunden, die ihre Sendungen in den Paketshops abgeben, sind von diesem Aufpreis nicht betroffen.

Hermes hat seine Gebühren für Geschäftskunden ebenfalls bereits seit Anfang Oktober um 25 Cent erhöht. Ob auch GLS und die DHL entsprechende Weihnachtszuschläge verlangen, ist noch unklar.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#2 Reiner Graupe 2020-10-20 12:54
Extrakosten? Jedes zusätzliche Paket bringt doch auch eine höhere Kostendeckung, weil höhere Auslastung! Das ist Abzocke! Sonst wäre die Kalkulation von Januar bis November schon fehlerhaft.
#1 oejendorfer 2020-10-20 10:53
Sie können alle den Hals nicht voll bekommen, die Logistiker.Von einer Kalkulation übers Jahr haben diese Leute wohl noch nie was gehört. ( Was haben sie eigentlich auf der Uni, wenn überhaupt, gelernt ??
Früher nannte man jenes Manchesterkapitalismus.
tschüs - Händler -



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