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In einem DHL-Frachtzentrum in Baden-Württemberg haben sich mehrere Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt. Aktuell steht sogar eine Schließung des Betriebs zur Diskussion.

DHL Zentrum
Mike Mareen/Shutterstock.com

Im Kreis Esslingen in Baden-Württemberg sind die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Nun wurde das Frachtzentrum der DHL in der Gemeinde Köngen als Infektionsherd ausgemacht. Dort wurden 76 Mitarbeiter positiv getestet. Bislang wurden allerdings nur bei 250 Beschäftigen Tests durchgeführt, rund die Hälfte der Belegschaft. Die tatsächliche Zahl der infizierten DHL-Mitarbeiter könnte also deutlich höher liegen.

Baldige Schließung des Betriebs?

Ob sich die Angestellten im privaten oder beruflichen Umwelt infiziert haben, darüber gibt es keine Erkenntnisse. Alle positiv getesteten DHL-Angestellten haben sich nach Angaben des Logistikers unmittelbar nach Bekanntwerden der Infektion in Quarantäne begeben. Das Unternehmen betonte auf Nachfrage vom SWR außerdem, dass die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden stets an erster Stelle stehe. „Deshalb haben wir Lieferketten wenn erforderlich angepasst, neue Kundenlösungen gefunden und umfassende Schutzmaßnahmen umgesetzt“, heißt es in einem schriftlichen Statement der DHL.

Am Donnerstag seien bereits Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamts und des Gesundheitsamtes vor Ort gewesen, um zu überprüfen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen und wie sich der Betrieb fortführen lässt. Wie das Landratsamt betont, könnte es auch zur Schließung des Frachtzentrums kommen.

Erst vor zwei Wochen wurde ein ähnlicher Vorfall bekannt. Im Kreis Offenbach kam es ebenfalls zu einem Ausbruch des Virus in einem DHL-Verteilzentrum mit zahlreichen Infizierten.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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