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Die Paketpreise bei der DHL werden ab kommendem Jahr teurer. Besonders betroffen sind nach Angaben des Unternehmens schwere Sendungen.

DHl Transporter
alexfan32/Shutterstock.com

Ab dem 1. Januar 2021 erhöht DHL Paket die Preise für seine Geschäftskunden. Wie der Konzern jetzt mitteilte, machen vor allem die stark gestiegenen Transport- und Personalkosten sowie Investitionen für den Ausbau der Post- und Paketinfrastruktur die Gebührenanhebung notwendig. Aktuell investiert die Deutsche Post DHL Group rund 150 Millionen Euro in die Verbesserung der Paketservices für den Endkunden, beispielsweise in Services wie das DHL Live Tracking, die Mobile Retoure oder den Bau eines neuen Mega-Paketzentrums in Ludwigsfelde bei Berlin. Künftig sollen die Investitionen auf über 300 Millionen Euro angehoben werden.

„Unser Ziel ist es, auch in diesen herausfordernden Zeiten während der Corona-Pandemie eine hohe Servicequalität sicherzustellen und unseren Kunden das Leben noch ein Stück einfacher zu machen. Da die Sendungsmengen weiterhin zunehmen, bauen wir unsere Kapazitäten weiter deutlich aus und verbessern zudem unsere Empfängerservices. Zur Finanzierung dieser Investitionen ist eine Erhöhung der Geschäftskundenpreise erforderlich“, erklärt Ole Nordhoff, Vertriebs- und Marketingchef bei Post & Paket Deutschland der Deutsche Post DHL Group in der Ankündigung des Unternehmens.

Preiserhöhung trifft besonders schwere Pakete

Schwere Paketsendungen über 20 Kilogramm werden in besonderem Maße von der Gebührenanpassung im kommenden Jahr betroffen sein. Zusätzlich wird der bestehende Mautzuschlag durch einen CO2-Zuschlag auf jede Paketsendung ergänzt. Nach Anhaben von DHL müssen sowohl Geschäftskunden mit Listenpreisen als auch Kunden mit individuell vereinbarten Konditionen ab 2021 tiefer in die Taschen greifen. Ausgenommen von den Neuerungen ist das nationale und internationale Express-Geschäft.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#7 Lene 2020-10-07 09:33
@Ralf, nachdem klar war das Amazon das Boot verlässt habe ich täglich auf eine Preiserhöhung gewartet. War doch nur eine Frage der Zeit.
#6 Jörg Ilperfund 2020-09-30 16:04
Auch wir können die Hinweise der anderen Feedbacks hier bestätigen. Ein +6% Anfang des Jahre bei abnehmender Serviceleistung.
Wir haben DPD hinzugenommen. Im direkten Vergleich sind die DPD Pakete schneller beim Kunden als bei DHL. Die Reaktionszeit auf ein verlorenes Paket (...und wir hatten bisher nur eines...) wird weit schneller abgewickelt als bei DHL. Die Zustellungsüber sicht bei MyDPD zeigt zuverlässig schnell wenn ein Paket nicht zugestellt werden konnte, z.B. weil der Empfänger nicht zu Hause war. Das ergibt die Chance einer Kontaktaufnahme und vermeidet Retouren.
Das dieser Service günstiger ist brauch ich an dieser Stelle wohl kaum zu erwähnen.
DHL entwickelt sich...aber in die falsche Richtung
#5 Alex. E. 2020-09-30 11:37
Versenden seit 15 Jahren mit DHL und wie bereits erwähnt, wurde der Service immer schlechter und die Frachtkosten bei hochgewichtigen Sendungen mittlerweile mehr als verdoppelt. Eine Sendungsverlust -Reklamation dauert aktuell bis zu 3 Monaten und es werden noch nicht einmal die verauslagten Frachtkosten vollständig erstattet. Wir haben mittlerweile mehr als 70% der Lieferungen als Warenpost der deutschen Post ausgegliedert. Bleibt abzuwarten, was passiert, wenn die Warenpost am 01.01.21 über DHL abgewickelt wird und wir dann für unfähige Zusteller auch wieder Retourgebühren zahlen müssen. Fazit: Leider sind die anderen Dienstleister auch nicht besser :(
#4 Christian 2020-09-30 11:16
Wann wird endlich China von der Liste der Dritte Welt Länder gestrichen und somit auch eine Anpassung des Weltpostvertage s geschaffen? Nach wie vor subventioniert unter anderem Deutschland die Versendung von Gütern von China nach Deutschland und unterstützt damit die Billigpreispoli tik chinesischer Händler.
#3 Klaus 2020-09-30 10:30
Ich stimme Ralf ganz und gar zu: letztes Jahr hatten wir sogar 2 sogenannte Preisanpassungen!
Großkunden werden vermutlich wie immer davon angenommen werden, damit man diese - wie AMAZONE - nicht auch noch verliert!
#2 Ralf 2020-09-30 09:33
DHL erhöht bei uns jährlich zum 01.01. die Paketpreise. Einen besseren Service können wir hingegen über die letzten Jahre hinweg nicht feststellen. Nein, vielmehr wird der Service von Jahr zu Jahr schlechter. Hier einige Beispiele ... kein persönlicher Ansprechpartner mehr vor Ort ... keine Abholscanns bei Paketabholung mehr (sondern nur noch Eingangsscann im Paketdepot bei Bearbeitung der Sendungen, welcher m.u. erst Tage später erfolgt) ... bei verlorenen Sendung Hilfe und Korespontenz lediglich mit wechselnden DHL Callcentern, welche den Vorgang max. festhalten, von welchen jedoch keine Hilfe zu erwarten ist ... Serviceleistung in Coronazeiten eingeschränkt jedoch Servicegebühren vollumfänglich weiter erhoben... Bsp. Nachnahmesendun gen werden nicht ausgeliefert und landen zu Abholung einfach in der nächsten Filiale ... Keine monatlichen Papierabrechnun gen mehr, dafür darf sich jetzt der Kunde in Dekaten durch das unterirdische Geschäftskunden login der DHL hangeln um dort seine Rechnung 3x im Monat selbst auszudrucken (nicht mal eine automatische Zusendung per Mail ist hier möglich).
Diese Liste könnten wir ohne weiteres noch um zahlreiche Einschränkungen verlängern... oder kurz gesagt... wir als Versender können über die letzten Jahre keinerlei Service-Verbess erungen für uns feststellen, was wir jedoch feststellen sind die jährlich steigenden Kosten pro Sendung.
#1 Udo Heimes 2020-09-30 08:19
Die DHL versendet im Jahr ca. 1,8 Milliarden Pakete. Um 150.000.000 Euro zu refinanzieren müßte doch eigentlich der Paketpreis nur um 0,085 Cent steigen. und bei 300.000.000 Euro um 0,17 Cent.
Ich bin gespannt wie die Rechnung der DHL aussieht. Und ich hoffe das auch die Mitarbeiter davon was haben. Fazit: Eine Erhöhung um ca. 0,30 Cent ist tragbar.



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