Logo logistik Watchblog
Blogmenü

Beim Paketversand und -empfang gab es durch Corona einige Veränderungen. Hermes hat nun ein erstes Fazit der vergangenen Monate gezogen.

Paketübergabe glückliche Frau
Rawpixel.com/Shutterstock.com

In Zeiten der Coronakrise und der damit einhergehenden beschlossenen Geschäftsschließungen sorgte der Online-Handel dafür, dass die deutsche Wirtschaft nicht komplett einbrach. In dieser Zeit kauften 48 Prozent der Deutschen mehr im Internet ein, jeder Zehnte entdeckte das Online-Shopping sogar komplett neu für sich. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Hermes-Studie hervor, die der KEP-Dienstleister unter 3.200 Bundesbürgern im Zeitraum zwischen dem 15. und 22. Juni 2020 durchgeführt hat. Insgesamt empfingen 39 Prozent der Deutschen häufiger Pakete als dies noch vor Corona der Fall war.

Geschenkpakete ersetzen räumliche Nähe

Das gestiegene Interesse am Online-Shopping war für viele gleichzeitig ein Schritt aus der Einsamkeit aufgrund von Ausgangssperren und Social Distancing heraus. Bei Personen, die sich vor einer coronabedingten Vereinsamung fürchteten, tätigte jeder Fünfte mehr Einkäufe im Internet. Hermes bezeichnet die Paketsendungen in der entsprechenden Nachricht als „Retter gegen Einsamkeit und Social Distancing“.

Auch ersetzte der Paketversand die räumliche Nähe zu Freunden und Familie. Wie aus der Studie des KEP-Dienstleisters hervorgeht, stieg die Anzahl der verschickten Geschenkpakete während der Krise deutlich an. 47 Prozent haben seit Mitte März ein Geschenk per Paket verschickt oder erhalten, 71 Prozent haben sich dadurch – trotz der räumlichen Trennung – mit ihren Liebsten verbundener gefühlt.

Hohe Dankbarkeit gegenüber den Zustellern

Dass vor allem die Lieferanten in dieser Zeit einen schwierigen Job hatten, unter anderem wegen der extrem gestiegenen Paketmengen, darüber war sich ein Großteil der deutschen Verbraucher (83 Prozent) im Klaren und zeigte sich entsprechend dankbar. „Als Logistiker tragen wir einen wichtigen Teil zur sicheren Versorgung der Bevölkerung bei. Die Paketzusteller*innen zeigen seit Beginn der Corona-Zeit, welche Bedeutsamkeit ihre Arbeit hat. Sie waren im Einsatz, damit andere zu Hause bleiben können. Es freut mich ganz besonders, dass dies bei der Bevölkerung Wertschätzung und Anerkennung findet“, so Marco Schlüter, Chief Operations Officer bei Hermes Germany.

Die gesellschaftliche Wertschätzung gegenüber den Paketzustellern hat durch die Coronakrise bei 60 Prozent der Befragten zugenommen: Damit liegt diese Berufsgruppe nur knapp hinter den Supermarktmitarbeitern mit 69 Prozent und dem Krankenhauspersonal mit 73 Prozent, bei denen die Wertschätzung im Vergleich aber noch stärker angestiegen ist.

Die Ergebnisse der Umfrage hat Hermes in folgender Grafik zusammengestellt:Hermes Studie Paketversand Corona

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Captcha aktualisieren