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Die Nachfrage nach Logistikimmobilien bleibt auch in der Coronakrise groß, derzeit gebe es aber nicht genügend Angebot für teure Verkäufe. Das Transaktionsvolumen stieg im ersten Halbjahr dennoch.

Lagerhalle
Alba_alioth/Shutterstock.com

In der Coronakrise gibt es nur wenige Konstanten. Die Logistikbranche manövriert aber halbwegs sicher durch die Krise, da der Online-Handel weniger betroffen ist als andere Branchen und das Paketvolumen daher kaum sinkt. „Verhältnismäßig stabil“ ist auch die Nachfrage nach Logistikimmobilien, wie das Handelsblatt schreibt. Das Transaktionsvolumen am deutschen Gewerbeimmobilienmarkt ging zwischen April und Juni um etwa ein Fünftel zurück, das Volumen bei Logistikimmobilien sank aber nur um neun Prozent.

Im ersten Halbjahr 2020 wurden im Logistikbereich 3,8 Milliarden Euro umgesetzt – ein Wachstum von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Experten sehen in der Krise einen Beschleuniger für den Online-Handel. Mehr Pakete erfordern mehr Lagerflächen in der Logistik. „Wir beobachten, dass viele Investoren Geld einsammeln, um großvolumig in paneuropäische und globale Logistik zu investieren“, erklärt Jan Linsin, Leiter der Analyseabteilung beim Immobiliendienstleister CBRE.

Rendite und Angebot sinken

Allerdings ist die Rendite bei Logistikimmobilien in den vergangenen zehn Jahren stark zurückgegangen. 2009 brachten Lagerhallen und Ähnliches noch eine Rendite von etwa sieben Prozent und damit mehr als Handelsimmobilien wie Einkaufszentren. Mittlerweile liege die Rendite in der Logistik nur noch bei 3,6 Prozent, im Handel aber bei 4,5 Prozent.

Gleichzeitig gebe es für das Investoreninteresse nicht genügend Angebot, vor allem an großen Portfolios. Laut Colliers International habe es im zweiten Quartal keinen Paket-Deal über 500 Millionen Euro gegeben. Für das gesamte Jahr 2020 sei mit spürbaren Folgen der Coronakrise zu rechnen. Investoren könnten kaum Investmentmöglichkeiten prüfen, der Logistikmarkt könnte in diesem Jahr schrumpfen. Es sei mit einem Transaktionsvolumen zwischen fünf und sechs Milliarden Euro zu rechnen – 2019 lag es bei 6,6 Milliarden Euro.

/ Geschrieben von Christoph Pech


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