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Der Start in das neue Jahr war für die Deutsche Post DHL nicht besonders erfolgreich. Zwar konnte man gerade in dem Express- und Paketgeschäft wieder zulegen, allerdings machen die Bereiche Global Forwarding, Freight und Supply Chain dem Unternehmen nach wie vor Probleme.

Mäßiges Quartalsergebnis für die Post.

Auch die Deutsche Post DHL hat jetzt ihre Quartalszahlen vorgelegt und zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn es nicht außergewöhnlich ist. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,8 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Von den positiven Währungseffekten bereinigt stieg der Umsatz organisch um 2,1 Prozent an.

Gutes Ergebnis nur dank des Express- und Paketgeschäfts

Wie auch in den letzten Quartalen profitierte die Deutsche Post vor allem vom Express- und Paketgeschäft, das nach wie vor ansteigt. In den Bereichen Global Forwarding, Freight und Supply Chain verzeichnetet die Deutsche Post nach eigenen Angaben eine „schwache Ergebnisentwicklung“.

Diese schwache Ergebnisentwicklung sorgte dafür, dass das operative Ergebnis für das erste Quartal letztlich um 1,0 Prozent auf 720 Millionen Euro gesunken ist.

„Unsere Strategie, vor allem im Bereich E-Commerce und in den aufstrebenden Märkten zu wachsen, geht weiterhin auf. Gleichzeitig nehmen wir nun - am Übergang von der Strategie 2015 zu unserer neuen Strategie 2020 - ganz bewusst Anstrengungen auf uns, um die Basis für die Umsetzung unserer strategischen Prioritäten zu schaffen. Wir investieren stark in die optimale Aufstellung unserer vier Divisionen, auch wenn dies wie erwartet mit temporären Belastungen einhergeht. Unser Fokus liegt auf dem nachhaltigen profitablen Wachstum unseres Geschäfts“, kommentierte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post DHL Group die Geschäftszahlen.

Investionen vor allem für das Paketgeschäft

Bei den Sorgenkindern der Deutschen Post, Global Forwarding, Freight und Supply Chain muss das Unternehmen noch nach Lösungen suchen, um die Ergebnisse wieder steigern zu können. In den Unternehmensbereichen Global Forwarding und Freight sank der EBIT aufgrund von Belastungen im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm und dem nach wie vor anhaltenden Margendruck auf 17 Millionen, 2014 waren es noch 49 Millionen Euro gewesen.

Auch der Bereich Supply Chain sank im ersten Quartal deutlich auf 53 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der EBIT hier noch bei 85 Millionen Euro gelegen. Die Deutsche Post erklärt die deutlichen Rückgänge mit „Einmalaufwendungen für das Optimierungsprogramm“.

Die Deutsche Post hat zudem im ersten Quartal deutlich mehr investiert, als noch im Vorjahreszeitraum, nämlich 274 Millionen Euro (2014 waren es 176 Millionen). Allerdings investierte das Unternehmen den meisten Teil in die ohnehin gut laufende Sparte der Paketsendungen und förderte den Ausbau der nationalen und internationalen Paket-Infrastruktur.

/ Geschrieben von Giuseppe Paletta


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