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Coronabedingt könnte zahlreichen Unternehmen der Transportbranche schon bald eine Insolvenz drohen. Die finanziellen Hilfen vom Staat reichen wohl nicht aus. 

Zahlen auf Papier und Insovlent-Schriftzug
Vitalii Vodolazskyi / Shutterstock.com

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat in seinem Wochenbericht jetzt eine drohende Insolvenzwelle für Unternehmen aus der Transportbranche angekündigt. Im Zuge einer Marktbeobachtung über die Auswirkungen der Corona-Pandemie äußerten die befragten Unternehmen vor allem ihre Kritik gegenüber den Zugangsvoraussetzungen für die staatlichen Hilfskredite. Diese erhalten Firmen erst dann, wenn sie einen Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vorweisen können.

Unternehmen die auch während der Krise zumindest teilweise Aufträge durchgeführt haben, geraten so in einen erheblichen Nachteil. „Eine gestaffelte finanzielle Unterstützung wäre nach Unternehmensaussagen in der Transportwirtschaft sinnvoller gewesen“, zitiert eurotransport.de den Bericht des BAG.

Branche fürchtet Preissenkungen

Zusätzlich würden Spediteure mit eingeschränkter Erreichbarkeit aufgrund von Kurzarbeit kämpfen. Und auch die Planung der Arbeitszeiten sei aktuell durch die verlängerten Wartezeiten an der Rampe enorm erschwert.

Zusätzliche Herausforderungen an die Firmen der Transportbranche stellten die langanhaltende geringe Nachfrage sowie die Unsicherheit hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung dar. Bevorstehende Verhandlungen mit Auftragsgebern wird ebenfalls mit Sorge entgegen geblickt, da der Überhang an Laderaumkapazitäten zu „segmentübergreifenden Preissenkungen“ führen könnte, so die Befürchtung laut dem BAG. Zudem konnten die Firmen einen „deutlichen Anstieg an Neuausschreibungen“ beobachten.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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