Ein handgeschriebener Zettel an einer Paketstation von DHL hat im Raum Stuttgart jetzt für Aufsehen gesorgt. Ein Mitarbeiter soll von einem Corona-Ausbruch an zwei Standorten des Unternehmens gewarnt haben.

DHL Packstation
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Eine Warnung über einen Corona-Ausbruch in zwei Postverteilzentren wurde jetzt über einen handgeschrieben Zettel an einer DHL-Station in Leinenfelden in Baden-Württemberg verbreitet. Ein Twitter-User hatte das Schreiben abfotografiert und mit der Frage, ob es sich dabei um die Wahrheit oder einen Fake handelt, auf Twitter gestellt:

Inzwischen hat sich die Deutsche Post DHL Group laut den Stuttgarter Nachrichten zu Wort gemeldet. Demnach soll der Zettel tatsächlich von einem Mitarbeiter des Logistikers stammen, der diesen „sicherlich in guter Absicht“ an der Paketstation angebracht hat. Allerdings handelt es sich dabei um keine offizielle Stellungnahme des Konzerns, außerdem ist dieser inhaltlich falsch. An den beiden Standorten im Raum Leinenfelde laufe der Betrieb normal weiter, es gibt keine Einschränkungen durch Coronavorfälle.

Übertragung durch Pakete sehr unwahrscheinlich

Wäre es tatsächlich zu einem Corona-Ausbruch im Verteilzentrum gekommen, müssten sich die Kunden allerdings nicht vor einer Ansteckung über Briefe oder Pakete fürchten. „Das Risiko, dass sich Covid-19 durch Kontakt mit Objekten, wie Scannern, Paketen oder Sendungen, ausbreiten kann, ist gering“, heißt es vom Sprecher. „Eine Infektion mit dem Coronavirus durch Kontakt mit Objekten wurde bisher nur in wenigen Fällen vermutet.“ Zu ähnlichen Ergebnissen sind auch die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Robert-Koch-Institut gekommen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming