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Shell setzt sich verstärkt für die Digitalisierung für den Frachtverkehr auf der Straße ein. Dieses Thema will der Konzern unter anderem durch sein Investment in InstaFreight vorantreiben. 

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Die Berliner Spedition InstaFreight nutzt digitale Technologien und KnowHow zur Prozessoptimierung und transparentere Informationsweitergabe im Straßengüterverkehr. Das 2016 gegründete StartUp will der Logistikbranche digitale Lösungen für bislang vor allem analog gestaltete Prozesse im Bereich Buchung und Transporte bieten, beispielsweise zum Tracking. 

Der Ausbau solcher zukunftsorientierter Lösungen ist auch für den Mineralöl- und Erdgaskonzern Shell ein Anliegen, die mit einer erfolgreichen Finanzierungsrunde des Venture Arms, Shell Ventures, das StartUp unterstützt: „Wir investieren in Start-ups mit Technologien und Geschäftsmodellen, die das Potenzial haben, Märkte zu revolutionieren und bessere Lösungen für Kunden zu schaffen. Das Management-Team und das rasante Wachstum, das InstaFreight in kurzer Zeit auf dem Markt erreicht hat, haben uns beeindruckt“, wird Jermaine Saaltink, Venture Principal von Shell Ventures in einer Unternehmensmitteilung von InstaFreight (PDF) zitiert

Umfangreiche Kooperation für neue Mobilitätslösung und Dienstleistungen

Mit dem Kapital von Shell will InstaFreight das eigene Angebot verbessern und bekannter machen. Shell seinerseits möchte nah an den Bedürfnissen der eigenen Kunden agieren, denen sie derzeit ihre weltweit einsetzbare Tankkarte sowie mittels Telematik- und Mobilitätsdiensten Lösungen für Fragen der Sicherheit, der Wartung und des Kraftstoffverbrauchs anbieten. „Durch die Partnerschaft mit InstaFreight können wir unseren Fuhrunternehmern helfen, mit passendem Geschäft ihre Auslastung zu optimieren, profitabler zu werden und ihnen die Echtzeit-Transparenz bieten, die von ihren Kunden erwartet wird“, so Parminder Kohli, General Manager Business Development von Shell Fleet Solutions. 

Auch in Zukunft wollen beide Firmen zusammenarbeiten, es handele sich nicht um ein einmaliges finanzielles Investment. So sollen Services für Kunden ausgebaut und neue Mobilitätslösungen und Dienstleistungen entwickelt werden. 

Shell will mit Bio-LNG CO2-neutralen Kraftstoff anbieten

Neben dem Ausbau digitaler Services widmet sich Shell auch dem Vorhaben, CO2 einzusparen. Dafür plant der Konzern den Ausbau des sogenannten BIO-LNG-Netzes. Bei LNG handelt es sich um Flüssigerdgas (LNG), eine klare, farblose und ungiftige Flüssigkeit, die sich bildet, wenn Erdgas auf -162°C gekühlt wird, erläutert Shell in einer Pressemitteilung

„Als Kraftstoff kann er aufgrund seines geringeren CO2-Fußabdrucks und der deutlich reduzierten Stickoxid-, Schwefel- und Partikelemissionen im Vergleich zu Diesel eine wichtige Rolle bei der Erreichung energie- und klimapolitischer Ziele in Deutschland und Europa spielen“, heißt es hier weiter. Das Tankstellennetz für den Bio-Kraftstoff soll auf 35 bis 40 Standorte ausgebaut werden. Bis etwa 2025 könne dies den CO2-Ausstoß um eine Million Tonnen pro Jahr reduzieren, so Shell.

/ Geschrieben von Hanna Behn


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