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Die KEP-Branche ist weiter auf Wachstumskurs. Im November und Dezember 2019 wird ein deutlich höheres Paketaufkommen als noch vor einem Jahr erwartet.

Geschenk in Paket
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Durchschnittlich könnten in diesem Jahr zur Weihnachtszeit täglich rund 14 Millionen Sendungen transportiert werden, zu Spitzenzeiten seien sogar bis zu 19 Millionen denkbar. Das geht aus einer Marktanalyse hervor, die im Auftrag des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK) durchgeführt wurde.

Vor allem bei den Paketsendungen für private Haushalte (B2C-Sendungen) wird ein enormer Anstieg der Sendungsmengen zu Weihnachten erwartet: Im Vergleich zu 2018 rechne der BIEK „erneut mit deutlichen Zuwächsen von 7 bis 8 Prozent bei den B2C-Sendungen in der gesamten KEP-Branche“, heißt es in der entsprechenden Verbandsmitteilung. In absoluten Zahlen bedeutet das ein Anstieg auf insgesamt rund 355 Millionen Pakete – das sind 25 Millionen mehr als noch 2018.  

Zusteller rüsten sich für hohes Paketaufkommen in der Weihnachtszeit

Allein der KEP-Dienstleister Hermes geht für das Weihnachtsgeschäft von 85 Millionen – und damit sechs Prozent mehr – Sendungen aus. An Spitzentagen müssen voraussichtlich bis zu 2,3 Millionen Pakete und Päckchen abgewickelt werden. Auch einen Stichtag hat das Unternehmen für eine rechtzeitige Auslieferung bis zum 24. Dezember festgelegt: „Innerhalb Deutschlands müssen Päckchen und Pakete bis spätestens 20. Dezember, 12:00 Uhr, in einem der rund 16.000 Hermes PaketShops abgegeben werden – dann erfolgt ein garantierter erster Zustellversuch noch bis Heiligabend“, teilt Hermes mit. Geschäftskunden müssen bei Hermes, aber auch bei anderen Unternehmen mit Aufschlägen für die Auslieferung von Paketen in der Weihnachtszeit rechnen.

Um das insgesamt hohe Sendungsvolumen zu bewältigen, stellen alle KEP-Dienstleister zahlreich Saisonpersonal ein. Allein die Deutsche Post DHL wolle 10.000 neue Mitarbeiter beschäftigen. Laut BIEK würden für das Weihnachtsgeschäft etwa 25.000 zusätzliche Zustellern in den Unternehmen arbeiten. 

Besonders hilfreich für alle Beteiligten sei es bei der Zustellung auch, wenn Empfänger bereits wissen, wann ihr Paket kommt und gleichsam viele verschiedene Zustelloptionen genutzt werden können. Das können beispielsweise die Lieferung zu einem Wunschtag, alternative Ablageorte oder die Umleitung in Paketshops oder -stationen sein. „Das führt dazu, dass die Quote erfolgloser Zustellversuche sinkt und somit auch der Verkehr“, so BIEK-Vorsitzender Marten Bosselmann.

Sendungsvolumen ist bereits in erster Jahreshälfte gestiegen

Schon die Bilanz des ersten Halbjahres 2019 zeigte, dass die KEP-Branche trotz schwächelnder Gesamtwirtschaft auf Wachstumskurs ist, so der BIEK. Das Sendungsvolumen stieg in den ersten sechs Monaten am gesamten KEP-Markt bereits um 3,8 Prozent. Rechnerisch werden täglich über 400.000 Sendungen mehr als im ohnehin bereits starken vergangenen Jahr transportiert. „Vor dem Hintergrund der Entwicklungen im bisherigen Jahresverlauf ist für das gesamte Jahr 2019 mit mehr als 3,6 Mrd. Sendungen und einem Umsatzanstieg auf über 21 Mrd. Euro zu rechnen“, teilt der Verband mit.

/ Geschrieben von Hanna Behn


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