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Lieferungen von Sendungen zu Ostern durch die Deutsche Post könnten gefährdet sein. Denn die Gewerkschaft Verdi hat heute mit Warnstreiks begonnen und fordert u.a. Lohnausgleich und Arbeitszeitverkürzung für die Mitarbeiter.

Streiks bei der Deutschen Post.
© Isaxar - Fotolia.com

Gerade kurz vor den Osterfeiertagen hat die Gewerkschaft Verdi Briefträger und Paketboten der Deutschen Post DHL zu Streiks aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert u.a. einen Lohnausgleich und eine Arbeitszeitverkürzung von der Deutschen Post. So kam es Berichten zufolge zum Beispiel heute in Hamburg zum Warnstreik von rund 750 Beschäftigten. Damit kann es bei der Zustellung von Sendungen zu Verspätungen kommen.

Verdi fordert Arbeitszeitverkürzung und Lohnausgleich

Gegenüber dem MDR sagte Andreas Wiedemann von der Gewerkschaft Verdi: „Wir wollen eine Arbeitszeitverkürzung auf 36 Wochenstunden erreichen bei vollem Lohnausgleich. Die gegenwärtige Berechnungsgrundlage sind 38,5 Wochenstunden.“ Zudem kritisiert Verdi mit den Streiks die von der Deutschen Post jüngst gegründete Tochtergesellschaft DHL Delivery GmbH.

 

Die Kritik an der Tochtergesellschaft ist dabei u.a., dass dort bis zu 10.000 Mitarbeiter zwar unbefristet beschäftigt, aber zu schlechteren Konditionen als beim Mutterkonzern, arbeiten würden. Dazu sagte Andreas Wiedemann, Landesfachbereichsleiter bei Verdi dem MDR: „Wir haben das einmal über ein Jahr hochgerechnet. Mit allen Sonderzahlungen und allem, was es noch so gibt, werden die Kollegen auf 20 bis 25 Prozent von dem, was sie bei der Muttergesellschaft bekommen würden, verzichten müssen.“

Deutsche Post verweist auf die Konkurrenz

Die Deutsche Post selbst sieht laut dem MDR keine Schuld bei sich, vielmehr sei man der Konkurrenz gefolgt, und verweist auf Hermes, UPS oder den Deutschen Paketdienst.

 

„Unsere Lohnstruktur ist doppelt so hoch wie bei den Mitbewerbern. Wir müssen aber, um in Zukunft in diesem preissensiblen harten Bereich bestehen zu können, nicht nur den Umsatz steigern, sondern auch den Gewinn. Nur so können wir Zukunftsinvestitionen und nicht bloß Bestandsinvestitionen treffen. Verdi hat aber leider jegliches Gespräch dazu verweigert“, sagte Markus Wohsmann, Pressesprecher der Deutschen Post gegenüber dem MDR.

/ Geschrieben von Giuseppe Paletta


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