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Mitarbeiter aus dem DHL-Zustellzentrum in Köln-Bilderstökchen sollen im Juni des vergangenen Jahres zahlreiche Pakete geplündert haben.

DHL-Pakete
VanderWolf Images / Shutterstock.com

In Köln ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen drei ehemalige Angestellte aus dem Innendienst von DHL. Sie sollen gemeinschaftlichen und gewerbsmäßigen Diebstahl begangen haben, berichtet der Kölner Stadtanzeiger

Kundenbeschwerden führten zur polizeilichen Untersuchung

Festgestellt wurden die Taten u. a., nachdem Sven Vorderstrase, Geschäftsführer des Online-Shops für Designklassiker Markanto.de, eine Kundenbeschwerde erhielt: Das jüngst vom Händler empfangene Paket sei ohne Inhalt angekommen. Zwei Tage später meldete sich ein anderer Kunde mit demselben Anliegen. Der Händler schalte DHL Security und die Polizei ein und es zeigte sich, dass es weitere Geschädigte gab.

Bei einer verdeckten Ermittlung identifizierte die Polizei dann drei Tatverdächtige. Hierbei handelt es sich um Männer im Alter von 56, 55 und 32 Jahren. Sie hatten die Pakete von unten geöffnet und anschließend frisch zugeklebt und dann wieder dem Versand übergeben. „Das markante Klebeband, mit dem Vorderstrase die Pakete seiner Kunden verschließt, könnte noch eine wichtige Rolle als Beweismittel spielen“, heißt es im Bericht. 

Waren im Wert von 40.000 Euro erbeutet

Über einen Zeitraum von drei Wochen sollen die DHL-Mitarbeiter insgesamt aus rund 200 Päckchen und Paketen Armbanduhren, hochwertige Smartphones von Apple und Samsung, Damenhandtaschen von Luxusmarken sowie Münzsammlungen, Sport- und Freizeitschuhe namhafter Hersteller und weitere wertvolle Artikel entnommen haben. Insgesamt hätte die Beute einen Gesamtwert von etwa 40.000 Euro. Das Diebesgut behielten die mutmaßlichen Täter selbst oder verteilten es im Freundes- und Bekanntenkreis. Haftungsrechtlich belaufe sich der Gesamtschaden auf 120.000 Euro, heißt es in einer dazugehörigen Pressemitteilung

DHL habe den finanziellen Schaden, der dem Händler entstanden sei, erstattet. Grundsätzlich hafte das Unternehmen bei deutschlandweitem Versand gegen Verlust oder Beschädigung bis 500 Euro. Laut einer DHL-Sprecherin seien die Beschuldigten nicht länger für den Logistiker tätig.

/ Geschrieben von Hanna Behn


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