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Die meisten Online-Shopper würden lieber länger auf ihre Bestellung warten, wenn dafür die Versandkosten entfallen. Das ist das Ergebnis einer neuen UPS-Studie.

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Die Ungeduld der Online-Shopper wird immer größer, Bestellungen sollen möglicht schnell in die Händen der Kunden landen. Allerdings gibt es einen Faktor, der eine noch größere Rolle beim Versand spielt, als die Schnelligkeit: die Kosten. Für eine versandkostenfreie Zustellung nehmen Konsumenten sogar längere Lieferzeiten in Kauf. Das geht aus der neuen UPS-Studie „Pulse of the Online Shopper“ hervor. Für diese wurden über 18.000 Online-Shopper in 15 Ländern und Regionen, darunter Europa, Nordamerika, Asien und Südamerika, befragt.

Kaufabbruch bei zu hohen Lieferkosten

Der Studie zufolge würden 36 Prozent der Käufer einen weiteren Artikel zum Warenkorb hinzufügen, um dadurch eine kostenfreie Lieferung zu bekommen, jedem Vierten wäre dies der Beitritt zu einem Kundenbindungsprogramm wert. Allerdings würden auch 41 Prozent der Studienteilnehmer einen Kauf abbrechen, sollten die Lieferkosten höher als erwartet liegen.

Wie aus dem Report hervorgeht, liegt bei der Hälfte der Online-Käufer die Priorität bei den Kosten statt der Schnelligkeit. 51 Prozent wären bereit, eine langsamere dafür aber günstigere Versandoption zu wählen. Dabei verfolgen 56 Prozent der Online-Shopper den Lieferweg der bestellten Ware.

Ein Drittel der Waren werden zurückgeschickt

Die UPS-Studie stellt außerdem die Bedeutung eines effizienten und kundenfreundlichen Retourenprozesses heraus. Weltweit gaben 36 Prozent an, in den letzten drei Monaten mindestens einen Artikel zurückgeschickt zu haben, bei 73 Prozent der befragten Verbraucher wirkt sich das Retourenerlebnis außerdem darauf aus, ob sie weiterhin bei einem Händler einkaufen würden. Der Hauptgrund für ein schlechtes Retourenerlebnis ist die Verzögerung bei der Rückerstattung (25 Prozent). Als besonders störend empfinden Käufer, wenn sie für eine Retoure bezahlen müssen (24 Prozent) oder wenn es zu einer Verzögerung beim Erhalt eines neuen Produktes oder Ersatzartikels kommt (21 Prozent).

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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