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Der Umstrukturierung beim Gemeinschaftskonzern Galeria Karstadt Kaufhof fallen wohl mehrere Hundert Stellen zum Opfer. Außerdem werden zwei Logistikstandorte geschlossen.

Galeria Kaufhof Schild
Myriam Keogh/shutterstock.com

Die beiden strauchelnden Warenhäuser Galeria Kaufhof und Karstadt versuchen aktuell durch einen Zusammenschluss, ihre Geschäfte am laufen zu halten. Im Zuge der Fusion ist allerdings auch eine Umstrukturierung nötig, die vor allem im Logistiksektor zu einem massiven Stellenabbau führen könnte. Bereits vor einigen Wochen kamen Spekulationen auf, nun also die Bestätigung: Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung berichtet, wurde am Montag beschlossen, die beiden Logistikstandorte in Frechen und Erfurt sowie vier regionale Verteilzentren in den Städten Stuttgart, Würzburg, Hannover und Berlin zu schließen.

Als Grund für die Schließung nennt der Konzern die Tatsache, dass sich die Logistikstandorte von Karstadt und Kaufhof teilweise überschneiden. Die Fusion erfordere deswegen eine Umstrukturierung. Allerdings soll nur Kaufhof von der Kürzung betroffen sein.

Über 600 Stellen in Gefahr

Um „erhebliche Einsparungen an Personal- und Sachkosten zu erzielen“, wie es vom Management der Warenhauskette laut der Süddeutschen Zeitung heißt, werden auch massiv Stellen abgebaut. Ein entsprechender Interessenausgleich sei für die Genesung des Unternehmens nötig, so die Begründung. Wie es aus dem Umfeld des Konzerns heißt, werden vom Stellenabbau rund 600 Mitarbeiter betroffen sein, die Gewerkschaft Verdi geht allerdings von über 1.000 Jobs aus.

Erst vor wenigen Tagen hatte Galeria Karstadt Kaufhof bekannt gegeben, ein in der Nähe von Köln geplantes Logistik-Center doch nicht errichten zu wollen. Ob die Beerdigung dieses Projekts und der Stellenabbau dem neu geschaffenen Konzern wieder zu alter Stärke verhelfen, wird sich zeigen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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