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Im heutigen Newsflash gibt es Neuigkeiten von Uber, Fedex, GLS, der Deutschen Post und ein gescheitertes Zustell-Konzept in der Schweiz.

FedEx Lkw
hafakot/shutterstock.com

Uber startet Logistik-Plattform Uber Freight in Europa

Gut zwei Jahre nach dem Start in den USA bringt der Fahrdienstvermittler Uber seine Logistik-Plattform Uber Freight nun auch nach Europa. Im April wird der Dienst vorerst in den Niederlanden gestartet und unterstützt die Vermittlung von Fracht an Spediteure. Uber gab laut der Verkehrsrundschau keine genauen Details darüber, mit welchen Services konkret man am europäischen Markt teilhaben will. Erst vor wenigen Wochen hat Uber beispielsweise ein neues Rampenbewertungssystem in der Frachtbuchungs-App eingeführt. Ob dieses Feature auch nach Europa kommt, ist bislang unklar.

Fedex senkt erneut seine Jahresprognose

Der US-Paketdienstleister Fedex musste im Winterquartal bis Ende Februar einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Überschuss betrug 739 Millionen Dollar, im Vorjahreszeitraum lag dieser noch bei gut einer Milliarde Dollar. Der US-Konzern musste daraufhin erneut die anvisierte Jahresprognose senken, bereits im Dezember wurden die eigenen Ziele nach unten korrigiert. Dieser negative Geschäftsausblick ließ die Aktie nachbörslich um über fünf Prozent absacken, wie die ARD schreibt. Grund für die schlechten Zahlen soll die schwache Weltkonjunktur sein, zusätzlich sorgten die Brexit-Unsicherheiten, die zurückgegangene Wirtschaft in Deutschland sowie die heftigen Proteste in Frankreich für den Einbruch des Gewinns.

GLS erweitert internationalen FlexDeliveryService

Der Paketdienst GLS hat seinen internationalen FlexDeliveryService jetzt um vier weitere Länder aufgestockt: Mit Italien, Portugal, Finnland und Bulgarien ist die flexible und grenzüberschreitende Zustellung inzwischen in 21 Ländern verfügbar. Mit dem Dienst haben Kunden die Möglichkeit, nach Online-Bestellungen im Ausland die Zustellung der Ware nach ihren eigenen Wünschen anzupassen. Ja nach Land stehen dem Nutzer verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Zeit und Ort der Zustellung zu steuern. „Die Anbindung von vier weiteren Ländern an die bereits mit flexiblem Zustellservice verbundenen Märkte ist ein weiterer Meilenstein unseres europaweiten FlexDeliveryService“, sagt Anne Putz, Head of Communication & Marketing der GLS Gruppe in einer Unternehmensmeldung. „Besonders Webshops und ihre Kunden profitieren von diesem Angebot, denn die wunschgemäße Zustellung rundet ein internationales Einkaufserlebnis ab.“

Pilotprojekt Kofferraumzutellung in der Schweiz gescheitert

Vor zwei Jahren starteten die schweizerische Post, die Migros-Tochter Le Shop und der Fahrzeughersteller Volvo die Kofferraumzustellung in der Schweiz. Nun wurde das Pilotprojekt wieder eingestellt. Grund sei die geringe Kundennachfrage, begründet Urs Schumacher, CEO von Le Shop in der Handelszeitung die Entscheidung. Dennoch bewertet man die gesammelten Erfahrungen als sehr wertvoll und schließt für die Zukunft nicht aus, ein weiteres Angebot für eine In-Car-Delivery zu starten. Auch die Post sieht Potenzial in dem vorerst gescheiterten Projekt. „In der wettbewerbsintensiven E-Commerce-Logistik ist es entscheidend, in solchen Entwicklungsfeldern vorne mit dabei zu sein. Deshalb stuft die Post die In-Car Delivery weiterhin als eine mögliche flexible, künftige Zustellform ein und schließt weitere Anwendungen nicht aus“, betont eine Post-Sprecherin. Damit dies aber in Zukunft funktioniert, müssten deutlich mehr Automodelle die Möglichkeit bieten, den Kofferraum digital öffnen zu können. Im Pilottest war dies nur bei Volvo-Modellen verfügbar, was das Konzept zu sehr eingeschränkt hat.

Deutsche Post: Baustart für neue Zustellbasis

In Offenbach hat die Deutsche Post jetzt mit dem Bau einer neuen Paketzustellbasis begonnen. Die 1.400 Quadratmeter große Halle mit über 30 Toren soll zum zentralen Knotenpunkt für die Paketzustellung der Deutschen Post in und um Offenbach werden, wie das Unternehmen schreibt. Bereits im Herbst 2019 soll die neue Zustellbasis in Betrieb genommen werden und bis zu 90 Mitarbeiter beschäftigen. Für die Zukunft plant die Deutsche Post weitere Investitionen. So sollen im gesamten Bundesgebiet weitere 500 Partner-Filialen und Paketshops sowie 1.000 zusätzliche Packstationen in Betrieb gehen. Erst vor wenigen Wochen gab der Bonner Konzern bekannt, 150 Millionen Euro in die Qualitätsverbesserung des eigenen Post- und Paketgeschäfts investieren zu wollen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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