Aufregende Zeiten für die Deutsche Post DHL Group. Alles wichtige der vergangenen Tage haben wir an dieser Stelle kurz und kompakt zusammengefasst.

Flaggen DPDHL
© Deutsche Post DHL Group

Bundesregierung bringt Portoerhöhung auf den Weg

Heute Vormittag hat das Bundeskabinett die Änderung der Postentgeltverordnung abgesegnet, welche vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegt wurde. Das teilte die Welt jetzt mit. Damit wird der Deutschen Post erlaubt, dass Briefporto deutlich stärker anzuheben, als noch vor wenigen Monaten von der Bundesnetzagentur festgelegt. Ab Sommer könnte der Bonner Konzern dann 90 Cent für einen Standardbrief verlangen. Wie der Focus vor wenigen Tagen berichtet hat, soll die geplante Gebührenanhebung vorerst aber nicht die Großkunden treffen. Ein Postsprecher sagte, dass die Regelungen für Großkunden oft für das ganze Jahr festgelegt seien, Änderungen im laufenden Jahr sind also nicht geplant.

Fusion mit der Österreichischen Post

Die DHL verabschiedet sich aus Österreich und stellt ihr Privatkundengeschäft ein. Stattdessen fusioniert das Unternehmen im Paketgeschäft mit der Österreichischen Post, die noch in diesem Jahr die Zustellung der von DHL-Kunden nach Österreich verschickten Pakete übernehmen wird. "Der Ausbau unseres Paketgeschäfts in Europa verläuft erfolgreich. Dies hat zu einer sehr attraktiven Vereinbarung geführt, die es uns und der Österreichischen Post ermöglicht, unser Wachstum in Österreich und darüber hinaus zu stärken und zu beschleunigen", wird Post-CEO Frank Appel in der Pressemeldung zitiert. "Wir werden künftig zusätzliche Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit der Österreichischen Post ausloten, da wir uns weiterhin auf das internationale E-Commerce-Geschäft als einen der Hauptwachstumstreiber für den Konzern konzentrieren."

Whatsapp-Konkurrent SIMSme verkauft

Das Messaging-Tool SIMSme, welches die Deutsche Post im August 2014 als Konkurrent zu Whatsapp und Snapchat ins Leben gerufen hat, wurde nun an Brabbler verkauft. Im gleichen Zuge erhält der Bonner Konzern Anteile am StartUp, welches auch die digitale Kommunikationslösung ginlo betreibt. SIMSme ist bei Privatkunden nahezu unbekannt, soll nach eigenen Angaben bei Geschäftskunden aber immer beliebter werden. "Wir verkaufen SIMSme zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage gerade bei Geschäftskunden anzieht und deshalb die Entwicklungskapazitäten stark ausgebaut werden müssen", sagt Marco Hauprich, Senior Vice President Digital Labs Deutsche Post AG und verantwortlich für SIMSme. Für die Kunden soll sich durch den Verkauf nichts ändern. Weder Brabbler noch die Deutsche Post wollten Angaben über die Höhe des Kaufpreises machen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming