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Die DHL kann ihre Spitzenposition am deutschen Paketmarkt weiterhin verteidigen. Das und mehr gibt es im heutigen Logistik-Newsflash.

Mann nimmt Paket
Africa Studio/Shutterstock.com

150 Pakete und Transporter aus Hermes-Lager gestohlen

Bereits Ende letzter Woche wurde in das Heidenauer Verteilzentrum des Logistikdienstleisters Hermes eingebrochen und mehrere Pakete gestohlen. „Über ein Fenster an der Gebäuderückseite gelangten die Täter in die Halle, durchsuchten diese sowie ein Büro und stahlen rund 150 Pakete", wird Polizeisprecher Stefan Grohme (38) bei Tag24 zu dem Vorfall zitiert. "Außerdem verschwand ein Transporter auf dem Hof." Hermes-Sprecher Sebastian Kaltofen hat den Vorfall inzwischen bestätigt: „Unser Transporter und die Sendungen, die mit diesem ausgeliefert werden sollten, sind gestohlen wurden". Vom Zentrum aus werden Kunden im Raum Heidenau aber auch Dresden bedient. Betroffenen Paketempfänger aus der Region können sich direkt an Hermes wenden. „Kein Kunde wird auf seinem Schaden sitzen bleiben", verspricht Kaltofen.

Wettbewerbsrechtler übt scharfe Kritik an geplanter Portoerhöhung

Die Deutsche Post strebt eine Briefportoerhöhung von derzeit 70 Cent auf 80 oder sogar 90 Cent an. Nach Information der Welt will Wirtschaftsminister Peter Altmaier dieses Vorhaben jetzt unterstützen, was allerdings eine gesetzliche Neuregelung benötigen würde. Die Bundesnetzagentur hatte vor wenigen Wochen einer deutlich geringeren Preisanhebung zugestimmt. „Eine solche Sonderbehandlung ist in hohem Maße bedenklich“, so Haucap gegenüber der Welt. „Immer wenn die Bundesnetzagentur bei der Regulierung der Post die Zügel leicht angezogen hat, wurden die Regeln im Sinne des Postkonzerns verändert.“ Zusätzlich bezichtigt er die Politik, die Deutsche Post „mit Samthandschuhen“ anzufassen. Die Briefportoerhöhung ist nun für Sommer diesen Jahres angesetzt.

Marktplatz für maßgefertigte Verpackungen gelauncht

Nach zwölf Monaten Entwicklungszeit ging im Januar der neue Marktplatz für maßgeschneiderte Verpackungen des deutsch-österreichischen StartUps Paxly online. Die Plattform soll den Verpackungseinkauf von Wellpappe vereinfachen und eine deutliche Zeitersparnis sowie bessere Einkaufpreise durch Transparenz schaffen. „Bereits während der Entwicklung der Plattform haben wir positives Feedback von Einkäufern und Anbietern von Wellpappe-Verpackungen erhalten. Durch unseren intelligenten Prozess haben Einkäufer im Durchschnitt eine Zeitersparnis von 50 Prozent im Bestellprozess sowie Kosteneinsparungen. Herstellern von Verpackungen aus Wellpappe ermöglichen wir eine höhere Kapazitätsauslastung“, so Thomas Auer, CEO der Paxly GmbH gegenüber All about Sourcing. Die neue B2B-Plattform vermittelt mithilfe eines intelligenten Algorithmus individuelle Verpackungsanfragen mit den jeweils relevanten Herstellern. Paxly eignet sich speziell für Automobilzulieferer, Baustoffunternehmen, Chemie- und Pharmaproduzenten, E-Commerce-Händler und für Unternehmen aus dem Transport- und Logistikbereich.

Zusteller hortet Kistenweise Briefe

Statt seiner Arbeit nachzugehen und Briefe zuzustellen, hat ein Bote diese kistenweise gehortet. Wie Paketda berichtet, konnten jetzt 64 Kisten von nicht zugestellten Briefen in einer Garage in Bergkamener im Ruhrgebiet sichergestellt werden. Ein Nachbar des Boten hatte diese entdeckt, als er das offenstehende Garagentor schließen wollte. Monatelang soll der inzwischen entlassene Briefträger die Schreiben unterschlagen haben, statt sie den rechtmäßigen Empfängern zu überbringen. Die meisten der Briefe sind unbeschädigt und verschlossen und werden nun, nach Freigabe durch die Polizei, an die jeweiligen Empfänger geliefert. Erst vor wenigen Wochen wurde der Fall eines 35-Jährigen Paketboten bekannt, der in Brandenburg an der Havel über 900 Sendungen unter anderem in seiner Wohnung hortete. Gegen ihn wurde inzwischen ein Haftbefehl erlassen.

DHL führt weiter den Paketmarkt an

Mit 57 Prozent der Marktanteils führt die DHL weiterhin den deutschen Paketmarkt an. Das geht aus einer neuen Infografik von Statista hervor. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz landet Hermes mit 30 Prozent. Für die drei KEP-Dienstleister DPD, UPS und GLS reicht es jeweils nur zu einstelligen Prozentwerten:

Paketmarkt Aufstellung
Statista

Ob die kleineren Logistiker von den Preiserhöhung der Deutschen Post und Hermes profitieren können, wird die Zukunft zeigen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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