Logo logistik Watchblog

Der von der Bundesnetzangentur angebotene Preiserhöhungsspielraum für eine Briefportoerhöhung ist der Deutschen Post zu niedrig. Der Logistiker beharrt weiterhin auf eine Gebührenanhebung von zehn Prozent.

Alter Briefkasten
Vlad Savin Production/Shutterstock.com

Der Kampf um die baldige Portoerhöhung bei der Deutschen Post geht in die nächste Runde. Der Bonner KEP-Dienstleister lehnte das Angebot der Bundesnetzagentur von 4,8 Prozent jetzt ab und beharrt weiterhin auf einer Anhebung von zehn Prozent. Wie der Post-Vorstandschef Frank Appel in einem Interview mit dem Focus betonte, sei die angebotene Gebührenanhebung „in Anbetracht der seit Jahren strukturell bedingt sinkenden Briefmengen und kontinuierlich steigender Löhne zu niedrig.“ Man werde der Behörde „unsere Sicht der Dinge nochmal schriftlich darlegen“ heißt es beim Nachrichtenmagazin weiter.

Angestrebte Preiserhöhung würden Mehrkosten von 23 Cent bedeuten

Die Deutsche Post hatte bereits für den 1. April 2019 eine Preisanhebung für einen Standardbrief von 70 auf 80 Cent gefordert. „Ein Haushalt gibt im Monat durchschnittlich etwa 2,34 Euro aus für Briefsendungen. Vor zehn Jahren waren es noch 4,24 Euro. Wenn Sie jetzt das Porto um zehn Prozent erhöhen, würde dies gerade einmal zu Mehrkosten von 23 Cent pro Haushalt pro Monat führen“, argumentiert Appel die Gebührenanhebung. Mitte Januar hatte sich die Bundesnetzagentur mit einem weitaus niedrigeren Preiserhöhungsspielraum von 4,8 Prozent an die Deutsche Post gewandt. Der KEP-Dienstleister erwartet nun „voraussichtlich Anfang März“ eine endgültige Entscheidung.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#1 Pitti 2019-02-06 12:59
das ist Blödsinn, weil viele gewerbliche Verkäufer kleine Waren auch mit Normalbrief versenden - ich auch. Das steigt auch noch weiter an.
Holen die durch die Warenpost International nicht schon genug raus? Da darf kein Privater mehr Waren mit Brief versenden, sondern muss das teure Paket nehmen und gewerbliche Verkäufer können erst an 5 Sendungen im Quartal Warenpost International nutzen.
Innerhalb der Eurozone muss man ja sogar noch 19% Mehrwertsteuer drauf zahlen. So ist der Versand in der Eurozone sogar teurer, als in die Welt. Versichert ist auch nur noch 20 Euro inclusive Versand. Da sparen die nochmal und Wertbrief gibt es auch nicht mehr! Für die meisten Länder wird auch keine Versicherung angeboten.
Was soll man noch dazu sagen!.....



Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Captcha aktualisieren

Anchor Top