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Der heutige Logistik-Newsflash hält Neuerungen von Amazon, UPS und Hermes bereit. Außerdem wurde nun ein Gutachten vorgelegt, dass die Fahrverbote von Lkw ohne Abbiegeassistenten fordert.

Radfahrer neben Lkw
© Canetti / Shutterstock.com

Amazon stellt Lieferroboter Scout vor

Online-Händler Amazon will die letzte Meile immer mehr zum firmeninternen Prozess machen. Dafür hat das Unternehmen nicht nur eine Zustellflotte externer Fahrer, jetzt wurde auch der neue Lieferroboter Scout vorgestellt. Optisch ähnelt der kleine autonome Helfer mit sechs Rädern den Robotern von Starship, auf die unter anderem auch Hermes setzt. Bei den aktuellen Testfahrten in der Nähe von Seattle sind die sechs Scout-Geräte allerdings noch nicht alleine unterwegs, sondern werden von einem Amazon-Mitarbeiter begleitet, um die „Sicherheit und wirksame Navigation um Tiere, Fußgänger und sonstige Hindernisse auf dem Weg zu gewährleisten“, wie Amazon bei The Verge zitiert wird. Wie der kleine Lieferroboter funktioniert, zeigt Amazon in folgendem Video:

Lkw ohne Abbiegeassistenten sollen Fahrverbote erhalten

Immer mehr Unternehmen setzen bei der Ausstattung ihrer Lkw auf Abbiegeassistenzsysteme, um den Straßenverkehr für Fußgänger und Radfahrer sicherer zu machen. Wie jetzt aus einem Gutachten der Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse hervorgeht, könnte rein rechtlich sogar ein Verbot für Lkw ohne einen entsprechenden Abbiegeassistenten angestrebt werden. „Der Schutz von Leben und Gesundheit von Radfahrern und Fußgängern sei verfassungsrechtlich geboten“, wird das Schreiben bei der DVZ zitiert. Liegt eine „situative Gefährdungslage“ vor, könne ein solches Verbot gemäß der Straßenverkehrsordnung verhängt werden. Die Studien-Autoren legen die Empfehlung nahe, ein Fahrverbot für Lastkraftwagen ohne Abbiegeassistenzsysteme in bestimmten Zonen festzulegen. Um derartige Fahrverbote tatsächlich zu erzielen, müssen allerdings noch weitere Faktoren geklärt werden.

UPS weitet In-Home-Lieferung in den USA aus

Der Logistikdienstleister UPS weitet seine Partnerschaft mit Latch, einem StartUp für smarte Türschlösser, weiter aus und macht die In-Home-Zustellung bis Mitte des Jahres in zehn weiteren Städten verfügbar. Ähnlich wie Key by Amazon, erlaubt Latch per App, Code oder Schlüsselkarte den Zutritt in Häuser. Damit können die Lieferanten Pakete zustellen, ohne dass der Empfänger Zuhause sein muss. Während sich der Amazon-Service, den das Unternehmen erst vor wenigen Woche ausgeweitet hat, hauptsächlich an Privatpersonen richtet, ist die Zusammenarbeit von UPS und Latch auf große Appartementgebäude fokussiert. Einzelne Bewohner haben also nicht die Möglichkeit, sich das smarte Türschloss zuzulegen, so The Verge.

Hermes testet Lastenräder in Cottbus

Im Rahmen des Mobilitätskonzeptes Urban Blue testet Hermes ab sofort die emissionsfreie Zustellung in Cottbus mit dem Einsatz von zwei Lastenrädern. „In kleineren Großstädten, wie in Cottbus, können wir aufgrund nahegelegener Zustellbasen sogar direkt die Innenstadt mit dem Lastenrad beliefern und so auf die Etablierung eines Mikrodepots verzichten“, sagt Michael Peuker, New Mobility Manager bei Hermes Germany in einer Unternehmensmeldung. „Das hat den Vorteil, dass wir vollständig in unseren etablierten Standardprozessen arbeiten können und keinen zusätzlichen Zulieferverkehr und Sendungsumschlag an einem Mikrohub organisieren müssen. Grund genug für uns, einen Einsatz in Cottbus zu testen und Erfahrungen für weitere andere Großstädte zu sammeln.“ Auf lange Sicht möchte man alle Lieferwagen durch die umweltfreundlichen Lastenräder austauschen. Bisher kommen die Cargobikes neben Cottbus noch in Berlin und Rostock zum Einsatz, bis 2025 hat sich Hermes zum Ziel gesetzt, die letzte Meile in den 80 größten Ballungszentren in Deutschland grün zu gestalten.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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