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Die Deutsche Bahn hat sich jetzt auf einen neuen Tarifvertrag mit den Lokführern der GDL geeinigt. Damit sind weitere Streiks des Fahrpersonals vorerst bis zum Jahr 2021 ausgeschlossen.

ICE Zug Deutsche Bahn
© Kapi Ng / Shutterstock.com

Erfreuliche Nachrichten sowohl für das Bahnpersonal als auch für Bahnkunden: Nach dem Übereinkommen mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) konnte sich der Konzern nun auch mit den Lokführern der GDL auf einen neuen Tarifvertrag einigen. Das Bahnpersonal erhält damit mehr Geld und die Option auf zusätzlichen Urlaub. Für Bahnkunden bedeutet die Einigung in den Tarifverhandlungen garantiert keine Streiks mehr bis 2021. Beide Seiten haben sich mit den Ergebnissen jetzt äußerst zufrieden gezeigt.

„Es ist uns gelungen, trotz einiger Turbulenzen eine gemeinsame Grundlage zu finden“, wird GDL-Chef Claus Weselsky beim Handelsblatt zitiert. „Und das bedeutet seit vielen Jahren das erste Mal ein Tarifabschluss der GDL ohne Schlichtung und ohne Arbeitskämpfe.“ Für Bahn-Personalvorstand Martin Seiler bedeutet die Einigung vor allem den Fokus nun wieder auf guten Service legen zu können: „Alles in allem haben wir ein großes Gesamtpaket geschnürt, was uns jetzt auch sehr stark konzentrieren lässt auf unsere Themen Qualität und Zuverlässigkeit der Bahn.“

Bahnpersonal profitiert von Einmalzahlung und kürzerer Wochenarbeitszeit

Der neue Tarifvertrag der rund 36.000 Beschäftigten des Fahrpersonals der Deutschen Bahn legt unter anderem eine Gehaltserhöhung von insgesamt 6,1 Prozent in zwei Stufen (3,5 Prozent zum 1. Juli 2019) sowie eine Einmalzahlung von 1000 Euro fest. Statt der zweiten Tariferhöhung im Jahr 2020 haben die Mitarbeiter allerdings auch die Option auf zusätzlichen Urlaub oder kürzere Wochenarbeitszeiten. Zusätzlich konnten sich beide Seiten darauf einigen, dass die Beschäftigten außerhalb ihrer Arbeits- oder Bereitschaftszeiten künftig nicht mehr erreichbar sein müssen. „Wir haben eine messerscharfe Trennung von Arbeit und Freizeit erreicht“, betont Claus Weselsky. Es bestehe ein „unanfechtbarer Anspruch auf Nicht-Erreichbarkeit“, so ist beim Handelsblatt weiter zu lesen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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