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Deutsche Post DHL erweitert die Altersteilzeit von sechs auf zehn Jahre. Dies soll vor allem Mitarbeitern mit körperlich belastenden Tätigkeiten zugute kommen.

DHL Paketzentrum
© Deutsche Post DHL Group

Die Altersteilzeit bei der Deutschen Post DHL Group ist nun bereits ab dem 55. Lebensjahr möglich statt wie bisher erst ab dem 59. Und verlängert sich damit von sechs auf zehn Jahre. „So können Arbeitnehmer noch frühzeitiger mit einer Entlastung in ihrem körperlich herausfordernden Beruf rechnen“, so Thomas Ogilvie, Personalvorstand und Arbeitsdirektor Deutsche Post DHL Group. Der Generationenvertrag werde heute bereits von etwa 25.500 Mitarbeitern genutzt, 4.200 befinden sich aktuell in der sechsjährigen Altersteilzeit. Allein 2018 hätten sich 2.150 Mitarbeiter für die Teilnahme entschieden.

Entwickelt wurde der Generationenvertrag gemeinsam mit Verdi. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer ist 52 Jahre, der jüngste Teilnehmer ist 19 Jahre alt. Zwei Drittel der Teilnehmer arbeiten in der Zustellung. Für Postboten und Paketzusteller ist die körperliche Belastung besonders hoch. 2011 ging das Projekt an den Start und wurde 2013 mit dem „Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft“ in der Kategorie „Innovative Personalkonzepte“ ausgezeichnet.

Finanzierung auf drei Säulen

Die Finanzierung des Generationenvertrages basiere auf drei Säulen: Das angesparte Zeitwertkonto des Arbeitnehmers, in das bis zum Beginn der Altersteilzeit eingezahlt wird, eine arbeitgeberfinanzierte Aufstockung (abhängig vom bislang erhaltenen Nettogehalt) sowie ein Demographie-Fonds, in den alle Arbeitnehmer einzahlen. Daher werde das Gehalt in der Altersteilzeit einkommensabhängig aufgestockt. Teilnehmer würden dann zwischen 79 und 87 Prozent des letzten Nettogehaltes bekommen. Damit die Verlängerung der Altersteilzeit auf nun zehn Jahre keine zusätzliche Belastung für die Teilnehmer bedeutet, bleiben sowohl der Mindestumfang des einzubringenden Zeitwertkontos als auch die kollektive Einzahlung in den Demografie-Fonds unverändert.

/ Geschrieben von Christoph Pech


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