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Die Geschäftsführer der Schwergut-Reederei Hansa Heavy Lift haben bereits den Insolvenzantrag eingereicht. Als Gründe für die Insolvenz gab der US-Investor Oaktree „anhaltende strukturelle Probleme in der weltweiten Schwergut-Schifffahrt" an.

Schiff Hansa Heavy Lift
© hans engbers / Shutterstock.com

Bei Hansa Heavy Lift gehen die Lichter aus. Die Hamburger Schwergut-Reederei ist pleite, der Insolvenzantrag wurde von der Geschäftsführung bereits eingereicht. Nach Informationen von der Verkehrsrundschau, wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter bereits am Dienstag eingesetzt.

Weltweit sollen von der Insolvenz 80 Mitarbeiter betroffen sein, 50 davon hat die Reederei in Hamburg angestellt. Bereits in der Vergangenheit musste Hansa Heavy Lift die Anzahl seiner Schwergutschiffe von 16 auf elf reduzieren.

Investor spricht von anhaltenden strukturellen Problemen

Der US-Investmentfonds Oaktree steht hinter der Hamburger Reederei, die 2011 als Nachfolgeunternehmen aus der Bremer Beluga Shipping hervorgegangen ist. Der ehemalige Chef Niels Stolberg wurde vergangenes Jahr wegen Untreue, Betrug, Kreditbetrug und Bilanzfälschung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt (wir berichteten).

Oaktree war auch an der Beluga-Gruppe beteiligt und begründet die Insolvenz von Hansa Heavy Lift jetzt so: „Angesichts der anhaltenden strukturellen Probleme in der weltweiten Schwergut-Schifffahrt kann Oaktree keine weiteren Finanzmittel mehr in das Unternehmen investieren.” Nach eigenen Angaben haben man zusammen mit der Geschäftsleitung nach Strategien gesucht, die das Fortbestehen der Hamburger Reederei garantiert hätten. Nun hat man sich offenbar dazu entscheiden, den Geldhahn dennoch zuzudrehen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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