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Die beiden Paketdienste DPD und Hermes haben jetzt Preiserhöhungen angekündigt. Während es bei Hermes einen Aufschlag der Haustürzustellung geben soll, wird DPD ganzheitlich die Preise für das Paketgeschäft anheben.

Zustellung Paket
© comzeal images / Shutterstock.com

Mitten im aktuellen Weihnachtsgeschäft haben Hermes und die DPD ihren geplanten Preiserhöhungen nun noch einmal Nachdruck verliehen. Besonders die letzte Meile stellt die Logistiker vor immer größere Herausforderungen. Hermes hatte bereits für das diesjährige Weihnachtsgeschäft einen Peakzuschlag eingeführt, nun sollen auch die Kosten für die Haustürzustellung dauerhaft steigen. „Wir werden die Preise stärker differenzieren. Das heißt unter anderem auch, dass die Haustürzustellung teurer werden wird“, wird Hermes-Deutschland-Chef Olaf Schabirosky bei Spiegel Online mit Verweis auf das Hamburger Abendblatt zitiert. „Insgesamt wollen wir den Preis für ein Paket um 50 Cent erhöhen. Das geht aber nur in mehreren Schritten“, so Schabirosky weiter.

Die Mehreinnahmen sollen vor allem in die Lohnerhöhung der Zusteller fließen. Der aktuelle Mindestlohn von 9,50 Euro soll in den kommenden vier Jahren auf 12 Euro angehoben werden. Hermes hatte bereits vor wenigen Wochen angekündigt, rund 100 Millionen Euro in die Anhebung der Lohn- und Personalkosten zu investieren.

DPD: Kontinuierliche Preisanpassungen sind „unvermeidbar“

Auch die DPD will nach einer Preisanpassung von 4,5 Prozent in diesem Jahr bereits zum Jahreswechsel die Kosten um 6,5 Prozent anheben. Als Begründung für die Preisanpassungen werden in der FAZ unter anderem der immer größer werdende Fachkräftemangel, höhere Frachtkosten sowie die Erweiterung der Maut genannt. „Auch in den kommenden Jahren werden kontinuierliche Preisanpassungen unvermeidbar sein“, prognostiziert DPD außerdem in einem Statement.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#11 Manfred Schnack 2018-12-13 06:33
Das ist ja lustig, ich zitiere:
"Die Mehreinnahmen sollen vor allem in die Lohnerhöhung der Zusteller fließen. Hermes hatte bereits vor wenigen Wochen angekündigt, rund 100 Millionen Euro in die Anhebung der Lohn- und Personalkosten zu investieren."
Ich bin absolut gegen Preis/Lohndumpi ng und für faire Preise, aber wer investiert denn hier? Das sind dann doch wohl die Versender mit den dann erhöhten Logistikpreisen . U.a. Hermes sammelt das Geld ein und gibt es ans Personal weiter, mehr nicht. Also ein durchlaufender Posten. Ist das eine Investition? Warum will man ständig die Menschheit für dumm verkaufen?!
#10 Heike Schneider 2018-12-12 17:28
Sicherlich sind die schlechtesten Arbeitsverhältn isse bei Hermes zu verzeichnen, aber die anderen sind auch nicht viel besser. Der Global Player und Marktführer DHL sorgt auch nur noch für volle Taschen seiner Aktionäre und vergisst dabei die Zusteller vor Ort. Wir als kleiner Online Versandhändler müssen uns trotz steigender Umsätze auch mit jährlichen Preiserhöhungen rechnen und diese akzeptieren oder konsequenzen ziehen und den Kuchen aufteilen. Wir würden ja auch gerne mehr bezahlen, wenn wir uns dann auf eine einwandfreie Zustellung verlassen könnten, aber die ist ja leider auch nicht mehr gegeben. DerEndverbrauch er nutzt den Onlinhandel regelrecht aus und vetraut darauf, dass der Händler sämtliche Kosten trägt ... das die dabei auf der Strecke bleiben, wird nicht verstanden. Wir verlangen seit einem Jahr Retourenkosten und da wir ein Fachhandel sind, verstehen das die meisten Kunden auch. Ärgerlich ist nur, dass wir der Willkür einer DHL Mitarbeiters ausgesetzt sind und es da keine Vorgaben gibt.
#9 Detlef Schmalstieg 2018-12-12 16:56
Sehr guter Beitrag von Frank Müller. Aber wer sagt es den Vorständen und Personalchefs ???
#8 Olec 2018-12-12 16:51
jetzt rächt sich die Lohn und Dumpingpolitik bei Hermes, DPD und Co. Anstatt die Zusteller ein auskömmliches Gehalt zu zahlen wurden Sie wie Vieh von Denen behandelt. Es wundert also nicht, das sich keiner mehr freiwillig dort meldet.
Selber Schuld die Krise im Personal. Das ist aber überall zu sehen. Es ist aber nicht eine Frage des Paketpreises sondern, wie weit Quetsche ich mein Personal aus um Mrd. zu verdienen. Jetzt soll der Dummer Verbraucher die Zeche zahlen. Es errinert am Dieselskandal und an unfähige Deutsche Manager die Ihr Konzern nicht auf Kurs halten können.
#7 lux 2018-12-12 15:28
Wo ist der Haken: "Bei neuen Beträgen benachrichtigen " hin? Gab es den hier seit einigen Monaten nicht endlich mal. Ohne so etwas ist doch kein wirklicher Austausch möglich!
#6 H.K. 2018-12-12 15:27
Wenn ich sehe, wie oft die Fahrer für unsere Lieferungen einen Zustellversuch unternehmen müssen, um ein Paket endlich zuzustellen, würde ich - sofern der Kunde keine Abstellgenehmig ung erteilt hat - standardmäßig nur noch Paketshops anliefern und wer den Komfort einer Lieferung an die Wohnungstür genießen will, soll dafür gerne mit 1 Euro extra aufkommen.

@Frank Müller: Bei vielmals kostenlosem Versand verliert man als Verbraucher schon mal schnell den Wert der Zustellleistung aus den Augen. Früher war ja bekanhtlich alles besser... nur da mußten wir uns die Pakete immer selbst vom Postamt abholen. Warum das also mit den Paketshops nicht wieder einführen?
#5 lux 2018-12-12 15:26
TEIL 2 ( = Fortsetzung)

Versandlogistik, kann meiner Einschätzung nach kein Bereich mit hohen Löhnen sein, solange viel von Menschen erledigt werden muss.

Wie auch immer, die Entwicklung zu Paketshops hin kann meiner Einschätzung interessant sein. Hier kann viel Aufwand in der Zustellung eingespart werden. Wichtig wäre es aber diese Möglichkeiten gut und prominent in den Verkaufsplattfo rmen einzubauen und den Vorteil für den Kunden sichtbar zu machen. Verbindliche 1 Tages Laufzeiten Dafür als Standardleistun g sind wichtig. Aber es gehört dazu auch Kostenvorteile an die Versender weiterzugeben. Denn wenn wir auch für eine standardmäßig abzuholenden Bestellung noch 4,90€ "Versandkosten" berechnen müssen, dann wiegt der Vorteil für den Kunden nicht schwer genug um solche Lösungen zu etablieren.
#4 lux 2018-12-12 15:25
TEIL 1

@Frank:
Nun ja, gute Löhne sind mit Paketpreisen um 3€ netto vermutlich nicht wirklich zu realisieren. Aber wenn der deutlich Preis steigt, dann wechselt der Versender zu einem anderen Paketdienst. Was soll er auch sonst tun? Wir zahlen aktuell 3,06€ netto pro Standardpaket. Damit können wir Versandkosten von 4,90€ anbieten. Kostendeckend sind diese aber bereits nicht mehr. Denn auf Versandkosten fallen bekanntlich auch Mehrwertsteuern und Marktplatzprovi sionen an. Auch müssen die Sendungen von zu bezahlenden Mitarbeitern verpackt werden und die Verpackungsmate rialkosten steigen auch immer mehr.

Aber welcher Kunde ist bereit höhere Versandkosten als 4,90€ zu bezahlen? Insbesondere von es um Artikel geht die vielleicht nur um die 5-15€ kosten.

.... hier wird beim absenden angezeigt: "Kommentar zu lang". Was soll denn sowas? Schlecht bei ebay abgeschaut! Von usability kann hier keine Rede sein. Fortsetzung folgt in Teil 2! ....
#3 Markus 2018-12-12 15:13
Da erhöhen die richtigen. Das sind die 2 unzuverlässigst en und unfreundlichste n Paketdienstleis ter die es gibt. Darum hab ich auch mein DPD Vertrag zu Ende 2018 gekündigt. Die Preiserhöungen sind an denHaaren herbeigezogen, von wegen Mindestlohn, die Aufträge gehen zu 100% an Subunternehmer. Da sollte mal was getan werden, das die Fahrer auch wirklich vernünftig bezahlt werden und nicht massenhaft Überstunden schieben müssen ohne Ausgleich. Da bring ich meine Pakete lieber in einen Paketshop und unterstütze wenigstens die Shopbetreiber in meinem Ort und ist sogar billiger als Verträge mit Liefrrdiensten. Grüße
#2 Oliver Weidlich 2018-12-12 14:33
GLS hat die Preise für nächstes Jahr bei uns um 20 % erhöht , wir haben zu große Paketmengen , im diesem Jahr schon um mehr als30 % . Scheinbar hat man kein Interesse mehr . Auch wurde Privatkunden , Maut , Oeko und was weiß ich noch alles eingeführt oder drastisch erhöht .Schäbiges Geschäftsgebahr en von GLS !!!

DHL hat in diesem Jahr die Preise um 7% erhöht und für 2019 auch noch mals um 7 % , dabei ist die Zustellqualität erheblich zurück gegangen und der GKS Kundendienst reagiert auch kaum noch auf Reklamationen .



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