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Die Woche hat wieder einige Neuigkeiten in der Logistik-Branche hervorgebracht. Heute mit dabei unter anderem eine geforderte Quote für E-Fahrzeuge und der Aufruf Verdis zum Streik bei Amazon.

Schild mit Strike
© Sandra Matic / shutterstock.com

Quote für E-Fahrzeuge gefordert

Um den Klimaschutz voranzutreiben und die gesetzten Ziele zu erreichen, wurde vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) jetzt eine Quote für Elektrofahrzeuge gefordert. „Es ist dringend notwendig, dass wir umsteuern, um die Klimaschutzziele zu erreichen“, wird Prof. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt beim Eurotransport zitiert. „Es ist daher richtig, auf eine direkte Elektrifizierung des Verkehrs zu setzen.“ Die Quote soll bei 25 Prozent ab dem Jahr 2025 und bei 50 Prozent ab 2030 liegen. Zusätzlich fordert die Wissenschaftlerin eine stärkere Besteuerung von Diesel und fossilen Kraftstoffen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht eine solche Quote kritisch und glaubt nicht, dass sie hilfreich für das Erreichen der Klimaziele wäre. Stattdessen sollten Anreize für den Erwerb von Elektro-Fahrzeug geschaffen werden, wie beispielsweise ein weitreichendes Netz an Ladestellen.

Veltins und Radeberger wollen Logistik bündeln

Um den veränderten Marktanforderungen gerecht zu werden, wollen die beiden Brauereien Veltins und Radeberger ihre Logistik ab sofort zusammenlegen. Durch den Zusammenschluss des Logistikers Essmann und H. Leiter mit der Westdeutschen Getränkehandel- & Einkaufsgesellschaft/Westdeutsche Getränkelogistik könnte ein Konzern mit 2100 Angestellten sowie einem Jahresumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro entstehen, wie die Verkehrsrundschau schreibt. Radeberger und Veltins wären beim Gemeinschaftsunternehmen gleichberichtigte Partner. Für den finalen Zusammenschluss der beiden Dienstleister muss das Kartellamt allerdings noch seine Zustimmung geben.

Kühne + Nagel kauft Branchenspezialist Quick International Courier

Quick International Courier, ein Anbieter für zeitkritische Transport- und Logistiklösungen, wurde jetzt vom Dienstleister Kühne + Nagel übernommen. Quick erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 200 Millionen US-Dollar und bietet Lösungen für die Luftfahrt-, Pharma- und Gesundheitsindustrie an. „Die Akquisition von Quick ist ein weiterer Beschleuniger, um das Netzwerkwachstum voranzutreiben und unser globales Kundenlösungsportfolio zu erweitern“, wird Detlef Trefzger, CEO von Kühne + Nagel, zur Übernahme bei der Verkehrsrundschau zitiert. Durch die „einzigartige Expertise für zeitkritische Sendungen in den Bereichen Aviation und Pharma & Healthcare“ ergänzt Quick das Portfolio von Kühne + Nagel optimal, so der Konzernchef weiter. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Black Friday: Verdi ruft zu Streiks bei Amazon auf

Ausgerechnet zum Black Friday, traditionsgemäß einem der größten Shoppingtage des ganzen Jahres, hat Verdi zu Streiks beim Online-Händler Amazon aufgerufen. Konkret handelt es sich um die beiden Standorte Bad Hersfeld in Hessen und Rheinberg in Nordrhein-Westfalen. Im hessischen Lager hat der Streik mit der Nachschicht begonnen und soll bis 24 Uhr andauern. In Rheinberg soll am heutigen Tag und bis morgen die Arbeit aus Protest niedergelegt werden. Verdi fordert nachwievor bessere Bedingungen für die Lagerarbeiter von Amazon, beispielsweise höhe Bezahlung und die Anerkennung des Tarifvertrags. Amazon hat die Tarifverhandlungen bislang stets abgelehnt. Nach Angaben von Heise Online sollen die Streiks den Black Friday allerdings nicht beeinflussen, da die „überwiegende Mehrheit“ der Angestellten ihrer Arbeit trotz des Aufrufs von Verdi wie gewohnt nachgeht, so ein Amazon-Sprecher.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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